Autor: Jens Ackermann (Seite 27 von 28)

Die Prinzengarde gibt Gas – Chronik der Session 2007/2008

Schließen wir die Session mit der Gardetour ab oder ist die Gardetour schon der Beginn der neuen Session? Sie liegt zwischen den Zeiten und dient der Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft unter den Mitgliedern durch Freude. Deshalb ist es auch nicht so wichtig wohin es geht, sondern dass man gemeinsam das Miteinander in ungezwungener Form fördert.

Wir konnten unser neues Wir-Gefühl bestätigen, jeder war stolz, dabei sein zu dürfen, gemeinsam Freude zu erleben, denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Diesmal zogen wir ins “Hillige Kölle”, wo die Themen Brauchtumspflege und Kultur gleichermaßen bedient werden konnten und unser Bus hatte sich dem ersten Thema voll angepasst. Auf der einen Seite die Kirchen Kölner Dom und St. Pantaleon, das Rathaus, die Brunnen, auf der anderen das Fastnachtsmuseum, die Bleiben des einen oder anderen Traditionscorpses, gewürzt durch die Kadettenprüfung im Hotel und die Verkostung von einigen Kölsch im Dorint Hotel, im Hasen oder wo immer es sich gerade anbot. Da uns auch noch der Karnevalist ( Pänz vum Gereon ) und Soziologe Hans Georg Passmann führte, blieb kein Thema unberührt. Gut gemacht, Berri.

Bald danach war eine kleine Abordnung wieder in Köln, um unserer Ordensschmiede Kreiten anlässlich ihres 50jährigen Jubiläums die gebührende Aufwartung zu machen.

Dann stand das Sommerfest auf dem Programm in unserem Stammquartier der Kaisermühle, bestens besucht auch und gerade von den Vertretern der Vereine, den Prinzenpaaren (noch amtierend bzw. designiert) mit Gefolge, unseren Senatoren und Gästen. Obwohl es diesmal keine Taufen gab, war das Fest eine runde Sache, zumal auch Horst Schlämmer irgendwann auftauchte.

Traditionsgemäß begann die Session 2007/08 mit dem Ordensfest, auf dem wir die Verabschiedungszeremonie des noch amtierenden Prinzenpaares Achim I. und Silke I. begleiteten und dem designierten Prinzenpaar Christian I. und Martina I. nebst Gefolge bei ihrem ersten Auftritt hilfreich zur Seite standen.

Prinz Christian I. als unser Senator empfing natürlich die besondere Unterstützung der Garde und einiger Sponsoren während der gesamten Session.
Unser General- und Ordensappell fand unter starker Beteiligung der Senatoren großen Anklang und war von dem Kommandanten Eric Tillmanns und seinem Stellvertreter Dr. Andreas Pesch minutiös, ideenreich und närrisch-fröhlich organisiert worden. Schon am folgenden Tag fand die Sessionseröffnung im Freien auf dem Gereonsplatz statt. Die Beteiligung war trotz des trüben, teils regnerischen Wetters erstaunlich gut und unsere Gardisten standen dem alten und dem designierten Prinzenpaar mit Gefolge trotz widriger Wetterbedingungen fest zur Seite und hinterließen wieder einmal einen guten Eindruck in der Öffentlichkeit.

Die Weihnachtsfeier prägten in gewohnt witziger Form und mit einigen ausgefallenen Ideen unser Nikolaus Christoph Hölters und sein Hans Muff Dr. Stefan Berrisch.

Die kürzeste Session seit Jeckengedenken stand vor der Tür. Alles würde in vier Wochen ablaufen. Die Termine würden sich knubbeln, wie man am Niederrhein sagt und erst in 160 Jahren würde uns Gleiches widerfahren. Von Januar bis Anfang Februar 2008 wurden alle Termine wahrgenommen.

Das Prinzenpaar und Gefolge wurden bei allen Auftritten begleitet und in jeder Hinsicht unterstützt. Nie standen sie einmal einsam, vergessen oder verloren im Raum. Der Kommandant hatte stets ein wachsames Auge und sorgte für einen reibungslosen Ablauf aller Auftritte. Dabei wurde er von seinem Stellvertreter, dem Vorstandskollegen Dr. Pesch und den Gardisten hervorragend unterstützt. Selbst am Ende einer langen Proklamationsnacht z.B. wurde das Prinzenpaar mit Gefolge von der Prinzengarde auf der Bühne abgeholt und unter dem Jubel der Narrenschar durch die Menge geleitet. Vorher hatte man die Zugabe weit nach Mitternacht noch dargeboten. Hochachtung!

Auch in dieser Session zeichnete sich die Prinzengarde durch Disziplin, Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Freude an ihrer Aufgabe aus. Dieser Funke sprang auch aufs Publikum über. Da gab es kein nicht enden wollendes Palaver an den Theken, sondern im Saal am Tisch zusammen mit unseren Damen wurde die Sitzung, an der wir teilnehmen konnten (und das waren viele) mit Interesse verfolgt und mit großer Stimmung begleitet.

Die Tanzgarde unter der Leitung von Tanzoffizier Joe Classen, immer einsatzbereit, prägte mit dem von Inge Fauth neu einstudierten Tanz und der in verschiedenen Variationen getanzten sozusagen unsterblichen alten Zugabe ganz wesentlich das neue Erscheinungsbild der Prinzengarde. Von allen Seiten wurde das wohltuend vermerkt, das Ansehen der Garde gehoben und sehr positiv festgehalten, dass es auch anders geht.

Viel Freude bereitete uns wieder unsere Regimentstochter Sandra, die wie ein Wirbelwind in rhythmisch-akrobatischer Schrittfolge über die Bühnen tanzte, schwebte und flog, einige Male von ihrer jüngeren Schwester Susi unterstützt.
Hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand des FAVK, insbesondere mit dem Senatspräsidenten Frank Schiffers. Das ist für uns Gardisten sehr wichtig, damit unsere Aufgabe, das Prinzenspiel in der Narrenherrlichkeit Viersen in all seinen Facetten nach besten Kräften zu unterstützen, so auch zum Wohle aller Beteiligten genau aufeinander abgestimmt werden kann mit den Freunden, die für den Ablauf des Prinzenspieles die Hauptverantwortung tragen. Diese Absicht sollte auch unser Gardemotto “Wir geben Gas” unterstreichen.

Wir sind stolz auf die Tatsache, dass wir inzwischen zum größten Sponsor des FAVK herangewachsen sind, was auch der FAVK dankend zur Kenntnis genommen hat und wir wiederum danken der großen und ständig wachsenden Anzahl der Senatoren für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung, ohne die wir unser großes Engagement nicht zeigen könnten. In diesem Zusammenhang wollen wir auch mit Freude darauf hinweisen, dass unsere finanzielle Basis mehr als solide ist und der Kreis der Prinzengarde auf einhundert Mitglieder angewachsen ist.
So kurz die Zeit auch war, wir besuchten alle Viersener Gesellschaften mit dem Prinzenpaar, machten unsere Aufwartung wie gewohnt in den Stadtteilen Boisheim, Süchteln und Dülken, zu deren Repräsentanten wir immer enger werdende freundschaftliche Bande knüpften. Selbstverständlich zeigten wir Präsenz bei den Prinzenkürungen und auf anderen karnevalistischen Veranstaltungen in Mönchengladbach, Brüggen und Brempt.

Natürlich besuchten wir das Biwak unserer Gerresheimer Freunde, ein Besuch, den wir jedes Jahr bei jedem Wetter mit großem Gefolge durchführen, ich glaube, bald zum 40. Mal. Es ist uns auch wichtig, so die karnevalistischen Beziehungen zu den Freunden außerhalb unserer Narrenstadt zu pflegen.

Wie doch die Zeit vergeht! So fand nach dem Offiziersabend am Freitag vor Karneval schon die 8. Galasitzung unserer Garde statt, exklusiv in den Räumen der Kaisermühle unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter dem Motto: “Promovieren und Studieren – Die Karnevalsuniversität” Da wurde in gewohnter Form alles und alle satirisch gekonnt durch den Kakao gezogen, alle, die es verdient hatten oder auch nicht. Musik, Texte, Kostümierung und darstellerische Leistungen bewegten sich auf höchstem Niveau. Unser Senator Andreas van Loon machte da wie immer mit, unterstützt von seiner Truppe und passte sich mit Getränken und Speisen dem hohen Niveau an. Es ist inzwischen so selbstverständlich, dass ich es fast zu erwähnen vergessen habe.

Die Prinzengarde präsentierte sich bei fast allen ihren Veranstaltungen vollzählig. Höhepunkt ist für uns Gardisten der Tulpensonntagszug mit Start im Rintgen und dem abschließenden Empfang im Stadthaus. Das Gardefamilientreffen nach dem Zug in der Kaisermühle war ein runder Abschluss der kürzesten aller Sessionen seit für uns ewigen Zeiten.

Da blieb am Aschermittwoch nur noch das Fischessen und die Hoppeditzbeerdigung im großen Freundeskreis der Prinzengarde mit dem Prinzenpaar und Gefolge und ein allgemeiner zufriedener Rückblick auf eine erfolgreiche Session.

Ein frischer Wind weht durch die Reihen – Chronik der Session 2006/2007

Nun rückten die Prinzgardisten enger zusammen und man spürte, dass sie sich mit Herz und Seele der Garde verpflichtet fühlten.

So wurde der General- und Ordensappell, ganz hervorragend vom Kommandanten Eric Tillmanns und seinem Stellvertreter Dr. Andreas Pesch organisiert, zu einer Demonstration des neuen Gardegefühls. Das drückte sich auch in der Tatsache aus, dass zusammen mit den Senatoren bis in die frühen Abendstunden in fröhlicher, z.T. ausgelassener Stimmung gefeiert wurde. Kaum einer wagte zu gehen aus Sorge, etwas zu versäumen.

Allerdings hatte sich das neue Wirgefühl schon beim Besuch der Fuchsjagd der Prinzengarde der Stadt Aachen gezeigt, was auch zur Festigung der guten freundschaftlichen Beziehungen beigetragen hat.

Das setzte sich mit dem Sommerfest fort, das wir mit unseren Senatoren, Freunden, dem designierten Prinzenpaar nebst Begleitung sowie Vertretern der Karnevalsgesellschaften mit einer Rekordbeteiligung von 120 Personen traditionsgemäß in der Kaisermühle veranstalteten. Da kamen alle auf ihre Kosten und das Fest verzeichnete seinen Höhepunkt mit der Taufe unserer Gardisten Stefan Pauen und Thorsten von der Heyde, ausgezeichnet in Szene gesetzt von den Taufpaten Michael Metz und Dr. Andreas Pesch, die zum großen Vergnügen aller Anwesenden die Kandidaten durch den Mühlenteich radeln ließen.

Der neue Geist zeigte sich auch darin, dass die Gardisten auf den Sitzungen von ihren Plätzen mit ihren Frauen im Saal das Programm voll unterstützten. Beim Prinzenempfang im Stadthaus fehlte auch nicht ein Gardist.

Da war es nur selbstverständlich, dass im Gardequartier Kaisermühle der Tulpensonntag im großen Garde-Familienkreis abgefeiert wurde. Inzwischen waren auch eine ganze Reihe von neuen Senatoren aufgenommen worden.
Die turnusmäßigen Wahlen bestätigten Guido Pockrandt als Stellvertretenden Vorsitzenden und Dr. Andreas Pesch als Stellvertretenden Kommandanten. Jo Classen wurde zum Tanzoffizier gewählt.

Äußerst zufrieden zeigten sich die Gardisten mit der Aufnahme der drei Hospitanten: Christoph Grundmann, Michael Kempken und Jakob Strötges. Bleibt noch anzumerken, dass es auch etwas ganz Neues gab: Eine DVD über das Wirken der Prinzengarde in der abgelaufenen Session, erstellt von Dr. Günter Weinforth mit Bildmaterial von Peter Berrisch und technischer Hilfe von Chistoph Hölters, wurde allen Mitgliedern und interessierten Senatoren ausgehändigt.

Und dann der Clou, der zum Sommerfest 2007 angekündigte Internetauftritt der Prinzengarde mit Werbeanzeigen und vielen weiteren Überraschungen, initiiert von Dr. Andreas Pesch und umgesetzt durch Jens Ackermann.

Wir sehen, die Prinzengarde sprudelt nur so von neuen Ideen und ist jederzeit für eine Überraschung gut. Sie hat sich in Harmonie und Kameradschaft fest zusammengefunden und die ungetrübte Freude, die in ihr waltet, strahlt auf alle aus, die sich mit ihr verbunden fühlen.

Ein reinigendes Gewitter – Chronik der Session 2005/2006

Die Mitgliederversammlung 2006, souverän von unserem 1. Vorsitzenden Dr. Roland Hille geleitet, war sehr stark besucht und verlief z.T. äußerst turbulent.
Das Erscheinungsbild der Garde, geprägt von den Auftritten auf der Bühne, hatte sich in den letzten Jahren immer weiter verändert. Die so genannten Jungen bestimmten das Bild der Garde und zeigten mit vielfältigem starkem Engagement und hoher Präsenz, dass sie sich hier sehr intensiv mit der Garde und dem karnevalistischen Brauchtum identifizierten.

Ein Generationswechsel stand zwangsläufig bevor. Der Vorsitzende betonte auch in seinem Jahresbericht, dass jeder Verein froh und dankbar sein muss, Mitglieder zu haben, die sich für die Sache , nämlich den Karneval, engagieren und sich so stak mit ihrer Gesellschaft identifizieren. Dass dabei auch eine aktive Gestaltungsmöglichkeit aus diesem Kreise der Mitglieder gewünscht und verlangt wird, ist zwangsläufig der Fall.

Die Diskussionen im Vorfeld und die Wahlen zeigten, dass die Mehrheit der Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen mit der Amtsführung des Kommandanten und der des Zahlmeisters unzufrieden war und sich hiermit nicht mehr vereinsintern und in der Öffentlichkeit repräsentiert fühlten. Das Fazit der geheimen Wahlen bestand darin.

Der 1. Vorsitzende Dr. Roland Hille wurde wiedergewählt, neuer Kommandant wurde Eric Tillmanns, stellvertretender Kommandant Dr. Andreas Pesch, neuer Schatzmeister Dr. Stefan Berrisch.

Die Aktivitas der Garde mit klaren Vorstellungen, gepaart mit einigen in die Zukunft schauenden langgedienten hohen Diensträngen hatten für einen Wechsel in der Führung der Prinzengarde gesorgt. Infolge traten daraufhin einige Mitglieder aus. Da ihre Vereinsaktivität jedoch nicht all zu groß war, wurde das Gesamtbild der Prinzengarde in der närrischen Session 2006 / 2007 nicht getrübt, sondern es entwickelten sich ein seit Jahren nicht mehr bekanntes Gemeinschaftsgefühl und Harmonie, die selbst Vereinsfremden auffiel.

Der Wechsel vom “alten Vereinsleben” in einen großen Freundeskreis war geglückt und dies zum Wohle der Prinzengarde und aller Karnevalisten. Eine neue Satzung wurde ohne Gegenstimme von der Mitgliederversammlung 2006 verabschiedet.

Jubeljeck im Jubeljahr – Chronik der Session 2004/2005

In der Session 2005/06 stand die Ausrichtung des Gardejubiläums im Zentrum aller Bemühungen, wobei die Gardetour nach Heidelberg und das Sommerfest, durchaus gelungene Veranstaltungen, naturgemäß etwas in den Hintergrund traten.

Da der Terminkalender der Garde während der eigentlichen Session kaum Spielraum lässt, legte der Vorstand die Jubelfeierlichkeiten schon auf den November 2005 ins Ev. Gemeindehaus.

Im Großen und Ganzen war es ein gelungenes Fest, konnten wir doch eine starke Anzahl von Senatoren, Sponsoren, Freunden und Karnevalisten aus nah und fern begrüßen, ein Beweis für den großen Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit der Prinzengarde. Die Bewirtung war ausgezeichnet, das Beiprogramm hätten wir etwas variabler gestalten müssen.

Zum 77jährigen Jubiläum erstellte der Ehrenvorsitzende Dr. Günter Weinforth eine Chronik der Garde von 1929 bis 2006, die den geschichtlichen Werdegang auch anhand von vielen Bildern und Dokumenten demonstriert. Sie wurde von Christoph Hölters gesponsert und in einer qualitativ äußerst hochwertigen Form verlegt. Ergänzend dazu gibt es auch eine DVD.

Erwähnenswert auch die Ausstellung von historischen Dokumenten und Utensilien im Stadthaus, für die Wolfgang Laufs verantwortlich zeichnete.

Über das normale Maß hinaus setzten sich auch Guido Pockrandt und Eric Tillmanns für das Gelingen des Jubelfestes ein.

Dass wir in unserer Jubelsession allen Verpflichtungen nachkamen und das Tanzcorps mit unserer Regimentstochter Sandra wieder große Erfolge feierte, scheint sich schon zu einer Selbstverständlichkeit zu entwickeln.

Sandra, die neue Regimentstochter, begeistert alle – Chronik der Session 2003/2004

Schließlich konnte die Garde auch eine neue Regimentstochter präsentieren mit Sandra Wizniok, mehrfache Meisterin, eine Künstlerin auf ihrem Gebiet, eine Augenweide mit großem musikalischem Einfühlungsvermögen, ein gymnastisches Phänomen, das schwerelos rhythmisch über die Bühne zu schweben scheint.
Die 4. Gala- und Herrensitzung fand unter dem Motto statt: “Manege frei. Die Garde lässt die Puppen tanzen”. Das war den Gardisten natürlich auf den Leib geschrieben und so verlief auch der Abend bis tief in die Nacht hinein. Alle waren wieder mit großer Begeisterung dabei und so konnte der Erfolg auch nicht ausbleiben.

Die Hoppeditzbeerdigung fand nun auf mehrfachem Wunsch auch im Gardequartier Kaisermühle statt. Jo Classen trat nach der Session als Tanzoffizier nach erfolgreicher Karriere zurück. Walter Schmitz übernahm sein Amt.
Der Kommandant Wolfgang Laufs stellte den General- und Ordensappell 2004 unter das Motto des FA: “Viersche, wörr stond op dich”, was die Gardisten an einem Honschaftspuzzle demonstrieren durften, eine witzige Idee, die viel Anklang fand.

Eine erfreuliche Tatsache war zu vermelden als sich zwei junge Hospitanten um die Mitgliedschaft in der Garde beworben hatten. Bei allen Auftritten der Garde war die Regimentstochter Sandra ein Highlight und Walter Schmitz führte sich als Tanzoffizier gut ein. Erstaunlich, dass die alte Tanzzugabe die Narren immer noch von den Stühlen riss.

Am Altweiberdonnerstag stürmte die Garde mit dem Prinzenpaar das Kreishaus ohne Mühe und wurde dort vom neuen Landrat Peter Ottmann empfangen, der ein großes Herz für Karnevalisten hat. Der Traditionelle Sturm auf das Rathaus war 2005 ein Sturm auf das neue Stadthaus, das von dem neuen Bürgermeister Günter Thönneßen und seiner Mannschaft verteidigt wurde. Die Garde griff zusammen mit den Möhnen und den Abordnungen aus den verschiedenen Stadtteilen mit ihren Prinzenpaaren an. Die Veranstaltung war auf Anhieb ein Erfolg, auch aufgrund der übersichtlicheren und weiträumigeren Platzverhältnisse.

Die 5. Gala- und Herrensitzung wies mit dem Motto : “Die fünfte Jahreszeit” schon in die Zukunft und warf auch einen Blick in die Vergangenheit, gesehen durch die närrische Brille, gewürzt mit Witz und Humor.
Von nun an galten alle Anstrengungen der Vorbereitung des 77-jährigen Jubiläums der Prinzengarde. So sehen wir, dass das Leben der Prinzengarde zwar in festgefügten Bahnen verläuft, doch müssen diese immer wieder mit Leben ausgefüllt werden. Man kann nur Freude spenden, wenn man selbst auch Freude empfindet und Spaß an der Sache hat.

So ist es bei der Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen, alle gestandene Männer, die schon etwas in ihrem Berufsleben erreicht haben, die eine verschworene Gemeinschaft im Reich des Frohsinns und des Humors bilden und sich seit nunmehr 77 Jahren dem Wahlspruch des großen Kölners Willi Ostermann verpflichtet fühlen:

Makt Ösch Vreud, solang et jeht. Dat Leäve duert ken Ewigkeht.

Dr. Günter Weinforth

Die Garde stellt innerhalb von 24 Stunden ein neues Prinzenpaar – Chronik der Session 2002/2003

Kurz vor der offiziellen Vorstellung des neuen Prinzenpaares trat dieses aus persönlichen Gründen zurück. Da läuteten die Alarmglocken beim Festausschuß.
Der Senatspräsident und der Kanzler, beide Mitglieder der Prinzengarde, standen in ständiger Verbindung und es gelang ihnen dank der Mithilfe einiger Gardisten im Besondern und der Prinzengarde im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden ein neues Prinzenpaar zu präsentieren: Uwe und Anke Backes aus der Prinzengarde.

Die Garde hatte Wort gehalten, in Notfällen einzuspringen und das in einer Situation, in der alle unter großem Zeitdruck standen. Der Kostümschneider und der Ordenshersteller der Garde (Kreiten aus Köln) konnten in letzter Minute die notwendigen Änderungen vornehmen.

Insgesamt aber war es eine großartige Leistung der Prinzengarde, die auch allerseits Anerkennung fand. So konnte die Garde auch im Dezember in aller Ruhe den 40. Geburtstag von Dr. Andreas Pesch feiern.

Die obligatorische Weihnachtsfeier fand zum ersten Mal im Gardequartier Kaisermühle statt.

Der Erfolg der Garde schien viele zu beflügeln, so heiratete der Kommandant und Kanzler Wolfgang Laufs am 30. Dezember 2003 in aller Stille seine Exprinzessin Antje Paulsen, was die Gardisten veranlasste, am ersten Sonntagmorgen des neuen Jahres um 10 Uhr zu einer Überraschungsgratulationscour mit einem Frühstücksgeschenk im Hause Laufs aufzutauchen.

Die Notlösung Prinzenpaar aus der Garde erwies sich als ein Volltreffer. Uwe und Anke rissen alle Narren mit ins Reich des Frohsinns und der Freude.

Das neue Highlight: Die Prunk- und Herrensitzung – Chronik der Session 2001/2002

Das Jahr 2001 bescherte der Garde neben dem routinemäßigen Ablauf noch einige Höhepunkte mit dem Besuch der “Närrischen Hitparade des WDR” in der Philippshalle in Düsseldorf, der Geburtstagsfeier des Kommandanten Wolfgang Laufs (50) in der Brüggener Klimp, dem Empfang bei Trienekens durch den Chef Helmut Trienekens persönlich und dem Besuch im Düsseldorfer Landtag.

Absolutes Highlight war jedoch die 1. Prunksitzung (Herrensitzung) der Prinzengarde in der Kaisermühle nur für Gardisten und ganz von ihnen gestaltet in Einzel- oder Gruppendarbietungen, vom Festkomitee mit Themen versehen, die von den Gardisten ausgearbeitet und vorgetragen wahre Freudenausbrüche hervorbrachten. Es präsidierte das Dreigestirn Benden, Schläger, Tillmanns in vollem Ornat. Begleitet wurden die Auftritte von der Sitzungskapelle “Delbos Trio. Es verseht sich, dass der triumphale Einmarsch unter dem unbeschreiblichen Jubel der Gardisten vom Regimentsmusikzug gestaltet wurde. Das war Karneval pur, wo Karnevalisten auf närrische Art ihr eigenes Dasein und ihr jeckes Umfeld auf die Schippe nahmen, ein Riesenspaß, auch deshalb, weil ein jeder seinen närrischen Beitrag leistete.

Im Sommer zog die Prinzengarde in Uniform bei der Königsparade der St. Peter und Paul Bruderschaft im Bockert auf, deren 1. Vorsitzender der Gardist Horst Uebel ist und dessen Sohn und Tochter, Bernhard und Julia Uebel, ein strahlendes Königspaar darstellten.

Beim 80. Geburtstag ihres Senators Hans Peters, des großen Einzelkämpfers mit Hut im Zug, war die Garde auch vertreten, freute sich auf dem Sommerfest über die farbige Sängerin “Akis schwarze Perle” und die Fertigstellung der Wagenhalle.
Auf dem General- und Ordensappell wurde Exprinz Horst Uebel neuer Standartenträger, der den verdienten Exprinzen Hans Quacken ablöste, welcher diesen Posten jahrzehntelang zu vollster Zufriedenheit aller Kameraden innegehabt hatte. Eine vorgesehene Garde-Gala musste wegen des schrecklichen Terroranschlages vom 11. September abgesagt werden.

Ausnahmsweise waren die Gardisten noch oder schon wieder aktiv beim 66-jährigen Jubiläum der Roahser Jonges am 30.12.01.
Die Regimentstöchter der Prinzengarde entwickelten sich allmählich zu einem Problem. Julia Uebel dankte ab, Corinna Terhaag kam, tanzte aber nur einen Winter.

Als vorübergehende Lösung fand die Wagenabnahme 2002 in einer von Metz/Zaum neu gebauten Halle statt.

Die 2. Prunk- und Herrensitzung der Prinzengarde in der Kaisermühle wurde wieder ein voller Erfolg unter dem Motto: “Olympiade des Karnevals für das Jahr 2003”. Zunächst gab es eine Juxbeförderung für alle, dann startete das Programm unter der musikalischen Begleitung des Delbos Trios, wobei die einzelnen Länder ihre Olympiabewerbung präsentierten, geleitet vom Festkomitee im Frack. Eine runde Sache, geprägt von Jux und Frohsinn, die alle Beteiligten begeisterte.
In der Session war der Gardetanz ein weiterer Höhepunkt, dem Einsatz des Tanzoffiziers Jo Classen zu verdanken. Einstudiert wurden die Tänze nunmehr seit Jahrzehnten von Inge Fauth. Jo Classen schied aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand aus, Eric Tillmanns wurde Stellvertretender Kommandant.

Die Prinzengarde besetzte auch wichtige Posten beim Festausschuß. So wurde Georg Metz Stellvertretender Senatspräsident und Wolfgang Laufs Kanzler, eine sinnvolle Lösung, da ja die Garde am stärksten im Prinzenspiel involviert ist.
Im August wurde die neue Wagenhalle eingeweiht, wozu auch der Präsident des Bundes Deutscher Karneval Franz Wolf und der Präsident des Regionalverbandes Linksrheinischer Karneval sowie die Bürgermeisterin Marina Hammes begrüßt werden konnten. Der Gardewagen und der Wagen des Senatorenclubs der Prinzengarde hatten nun eine neue Heimat gefunden. In dem in die Halle integriertem Karnevalsarchiv ist die Prinzengarde auch mit einer Fülle von Exponaten vertreten. In den letzten Jahren konnte sich die Garde über den Zuwachs vieler junger Leute freuen. Die Folge war, dass es Hochzeiten fast am laufenden Band gab.

So stand 2002 die des Stellvertretenden Kommandanten auf dem Programm, wobei die Garde vor der Kirche Spalier bildete wie es sich ja bei einer so hoch gestellten Persönlichkeit wohl von selbst versteht.

Die Umstellung des Regimentsmusikzuges durch das Ausscheiden von Herrn Kremers und seinen Leuten aus der Bläsergruppe bedingt, konnte kurzfristig ohne Verluste vollzogen werden, so dass mit zum Teil neuem Personal kräftig weitergeblasen werden durfte.

In der folgenden Session zeigten die Gardisten im inoffiziellen Teil bei “De Molveren Dei” ungeahnte Standfestigkeit bei einer ganz speziellen Art des Sekttrinkens.

Zum ersten Mal fuhr das Prinzenpaar mit kleiner Gardeabordnung ins Essener Rathaus zu einer närrischen Sitzung, eine neue, aber durchaus erfreuliche Erfahrung.

Bei den Karnevalisten gibt es zum Glück immer etwas Neues, was nicht immer auf Begeisterung stößt. So kam es zu einem Prinzentreffen auf dem Mönchengladbacher Flughafen und einem Gardetreffen in der Brüggener Klimp. Da war es schon bedeutender, dass der 2. Vorsitzende Guido Pockrandt mit Hilfe einiger Gardisten einen “Kinderwagen” für den Nachwuchs der Garde baute, der auch gleich zur Freude der Kleinen im Tulpensonntagszug 2003 lief und in der neuen Wagenhalle untergestellt werden konnte.

Das Interesse an der Prinzengarde nahm auch mit der Zeit zum Glück nicht ab, ganz im Gegenteil, zum ersten Mal konnte noch eine ganze Reihe von neuen Senatoren mitten in der Session aufgenommen werden. Zum ersten Mal fand die traditionelle Wagenabnahme des FAVK in der neuen Wagenhalle statt wie immer mit der Prinzengarde und ihrem Regimentsmusikzug, womit dieses Problem auch gelöst war und das unterstrich noch einmal wie wichtig der Hallenbau für den FA, aber auch für die Gesellschaften war.

Die 3. Gala- und Herrensitzung fand unter dem Motto statt: “Karneval is överall” (oder wie die Prinzengarde es sieht) und bereitete allen wieder große Freude, wobei schon ein gewisser Perfektionismus in den Darbietungen festzustellen war.
Im März feierte der 2. Vorsitzende Guido Pockrandt seinen 40. Geburtstag im Bitchen.

Auf dem Sommerfest wurde intern das designierte Prinzenpaar Michael (Senator) und Heidi Luyten vorgestellt.

Bei der Taufe von Michael Metz sprudelten die Hauptverantwortlichen Uwe Backes und Dr. Andreas Pesch geradezu von neuen Ideen.

Mit Schwung ins neue Jahrtausend – Chronik der Session 1999/2000

Mit Wolfgang I. (Laufs) und Antje I. stellte die Garde wieder einmal das Prinzenpaar und zusammen mit der reizenden Damenbegleitung und den furiosen Pikkolos feierte sie eine turbulente Session und hatte u.a. auch einen aufsehenerregenden Auftritt im Düsseldorfer Landtag, was sie vor allen Dingen auch der ganz in “rot” gekleideten Tanzformation “Die Pikkolos”, ständige Begleitung des Prinzenpaares, mit ihren verführerischen Tänzen zu verdanken hatte.

Seit einigen Jahren begleiteten schon früh am Altweiberdonnerstagmorgen einige Gardisten das Prinzenpaar zu Welle Niederrhein und Radio 90,1. Es sollte wirklich erwähnt werden, dass dieser Tag bis in die Nacht hinein mit Terminen vollgespickt war, die Garde auch noch beim Sturm aufs Rathaus tanzte, und immer zur Stelle war.

Die Garde besuchte zum ersten Mal die “K.G. De Molveren Dei” in Breyell, für beide Seiten ein Ereignis der besonderen Art, weil hier “auf dem Land” richtig urwüchsige Freude getankt werden durfte.

Seit Leo Tack sich 1992/93 aus dem Geschäftsleben zurückgezogen hatte, fand die Wagenübernahme auf dem Gelände der Firma Prangenberg & Zaum statt, beide Mitglieder der Prinzengarde, organisiert und gesponsert vom Elferrat und den Senatoren der Prinzengarde, dem Senatorenclub, der sich auch finanziell am Hallenbau beteiligt hatte und einen eigenen Wagen im Tulpensonntagszug führte.
Am Tulpensonntag verstirbt nach längerer Krankheit unser Gardist und lieber Freund Claus Dinsing, dem die Garde gerade in den Zeiten des Aufbaus viel zu verdanken hatte und der allen ein guter Freund und echter Kamerad war, ein herber Verlust.

Die Garde engagiert sich beim Hallenbau – Chronik der Session 1998/1999

Für das Jahr 1999 bestätigten die Gardisten die hervorragende Arbeit des Tanzoffiziers und Stellvertretenden Kommandanten Jo Classen.

Man löste das Wagenproblem, indem man den Dülkener Prinzenwagen kaufte, an dem allerdings einige Umbauten vorzunehmen waren, die noch in demselben Jahr abgeschlossen werden konnten.

Auf dem Sommerfest wurde zum ersten und bisher letzten Mal ein Senator getauft, nämlich Axel Wedekind, weil der vorgesehene Täufling kurzfristig absagen musste.

Die Garde engagierte sich auch finanziell beim geplanten Bau der Wagenhalle und des Archivs des FAVK, initiiert durch ihren 1. Vorsitzenden und Senatspräsidenten des FAVK, Dr. G. Weinforth, der zu diesem Zweck den Förderverein Brauchtum Karneval e.V. ins Leben rief.

Die Prinzengarde trennt sich vom Elferrat – Chronik der Session 1994/1995

Die Prinzengarde, die in ihrer großen Mehrheit schon seit einiger Zeit für eine Trennung vom Elferrat war ( aufgrund der völlig verschiedenen Aufgabenstellung), beschloss die Loslösung am 27. April 1994 und wurde am 25. Mai 1994 als selbständige Gesellschaft in den Festausschuß aufgenommen.

Jetzt waren die Mitglieder der Prinzengarde im Festausschuß stimmberechtigt und konnten auch in Ämter gewählt werden. Sie waren mit Dr. Günter Weinforth als Senatspräsident und Leo Tack als Kanzler im Senat vertreten.

Die Prinzengarde wählte einen Vorstand, gab sich eine Satzung und wurde als Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen in das Vereinsregister eingetragen.
Die ersten Vorstandswahlen ergaben das folgende Ergebnis:

  • Vorsitzender: Dr. Günter Weinforth
  • Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Roland Hille
  • Kommandant: Alwin Solbach (Leiter der aktiven Garde)
  • Stellvertretender Kommandant: Wolfgang Laufs
  • Zahlmeister: Klaus Benden (Verwalter der Kasse)

Hans Quacken repräsentierte die Garde im Senat des FAVK. Die Prinzengarde wurde noch 1994 Mitglied im Bund Deutscher Karneval (BDK) und im Regionalverband Linksrheinischer Karneval (LRK), dessen Vizepräsident ihr 1. Vorsitzender schon 1983 war.

Weiterhin ersetzte man eine Seite der Standarte durch das alte Viersener Stadtwappen. Für die Senatoren des Elferrates und der Prinzengarde war jetzt auch eine völlig neue Situation entstanden, nämlich die Frage, welcher der beiden Organisationen sie sich anschließen sollten. Die überwiegende Mehrheit der Senatoren entschied sich für die Prinzengarde, einige für eine Doppelmitgliedschaft. Damit konnte die Förderung des Prinzenspieles durch den Beitrag der Senatoren auch für die Zukunft sichergestellt werden.

Die Selbständigkeit der Prinzengarde und die damit verbundene positive Darstellung in der Öffentlichkeit wirkten auf viele, die dem Winterbrauchtum zugetan waren, so anziehend, dass der Kreis der Senatoren ständig zunahm und damit natürlich auch die Möglichkeiten, das Prinzenspiel noch attraktiver zu gestalten. Ab November 1994 konnte das Prinzenpaar in einer großen Galasitzung, der Prinzenproklamation, in der Festhalle zu Beginn der Session gekürt werden, weil die Gesellschaften diesem Termin zugestimmt hatten.

Prinzenkürung (bisher im November) und Prinzenproklamation (bisher Dienstag vor Karneval) wurden so wie früher zusammengelegt zu Gunsten des Prinzenpaares und der Gesellschaften, weil letztere mit dem Einmarsch des Prinzenpaares mit Gefolge und Prinzengarde durch die Tänze der Garde, des Tanzpaares und der Regimentstochter und bisweilen auch durch die Darbietungen des Regimentsmusikzuges einen kostenlosen attraktiven Programmpunkt geboten bekamen, der die Prinzengarde und ihre Senatoren auch finanziell forderte.

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