Autor: Jens Ackermann (Seite 26 von 28)

Keiner springt zweimal in denselben Fluss – Chronik der Session 2017/18

Da fuhren wir auf unserer Gardetour nach Kleve und von dort mit der Draisine oder Fahrrad durch das linksrheinische Grenzgebiet an die holländische Grenze nach Kranenburg, wo wir uns stärkten, bevor wir die Rückfahrt antraten, um noch rechtzeitig zu einem zünftigen Dämmerschoppen auf der Hotelterrasse einzutreffen. Wegen der großen Hitze durften wir das Abendessen draußen einnehmen bei völliger Dunkelheit. Wer konnte schon erkennen, was er aß, aber gut war es. Am anderen Tag stand Xanten, castra vetera, die alte Römersiedlung auf dem Programm und wir bekamen einen Eindruck, auf welch hohem Niveau die Römer lebten, wobei sie die Grenzsicherung am Rhein den Kelten überließen und den Menschen vierhundert Jahre Frieden bescherten. Wer wollte, konnte auch noch Xanten besichtigen.

Das traditionelle Sommerfest wurde zu einem Sommerbrunch umfunktioniert als eine Art Oktoberfest/Frühschoppen mit bayrischer Brotzeit und Blasmusik. Mit dem Ordensappell begann die eigentliche Session unter dem Motto: “Mit Föhnfrisur & Dauerwelle Vierscher Narren sind zur Stelle”.

Eric und sein neuer Azubi Gero gestalten den Ordensappell eindrucksvoll.
Diesmal wurden die neuen Senatoren direkt unter unerer Flagge draußen aufgenommen, denn ihre hohe Anzahl konnte die Kaisermühle nicht mehr fassen.

Am 11.11. wurde dann unser neues Prinzenpaar vorgestellt: Dirk II. und Betina I.
Im Gambrinus lernte man sich bei einem Bierchen noch näher kennen. Der Kanzler Prinz! Was sollte da noch schief laufen? Und so war es auch.
Fast. Der Einmarsch schien kein Ende zu nehmen. Da will ein Prinzenpaar das andere übertreffen, leider auf Kosten der Zuschauer.

Das Prinzenpaar präsentierte einen neuen frischen Song, der bald zum Ohrwurm avancieren sollte.
Und dann lief alles wie am Schnürchen ab. Kein Wunder bei einem einge- fahrenem Team.

Erwähnen sollte man unbedingt den Abend im Unfassbar unter dem Motto: “Früher war alles besser” mit Food Rave und Bildern von früher. Ein toller Abend mit vielen guten Gesprächen. So bleibt die Garde lebendig.

Schließlich die tollen Tage: Schweizer Abend mit dem Rodelteam aus der Schweiz, der Gardefreitag (Schwein gehabt), die große Party in der Windmühle, der Tulpensonntagszug bei Top Wetter, die Kinderfete etc. etc.

Ein großer Dank gilt unseren Sponsoren, ohne die vieles nicht möglich wäre,
Michael Metz, der unseren Wagen in bestem Zustand erhält,
den Tänzern, die sich von Jahr zu Jahr steigern und das Aushängeschild der Garde sind,
die Fahnenträger und Kanoniere, die immer zur Stelle sind,
die Generäle, die weiterhin Einsatz zeigen,
unsere zwei neuen Anwärter, immer dabei waren mit viel Enthusiasmus,
der gesamte Vorstand mit Christoph (Grundmann), Andreas, Eric, Gero und Pöffi, allen unseren herzlichen Dank!

Willst Du glücklich sein im Leben,
trage bei zu anderer Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigene Herz zurück.

Dreemol Viersche Helau!
Dr.G.Weinforth
(Ehrenvorsitzende)

Chronik der Session 2016/17

Wer einen Tag lang glücklich sein will,

der betrinke sich.

Wer einen Monat lang glücklich sein will,

der schlachte ein Schwein

und esse es auf.

Wer ein Jahr lang glücklich sein will,

der heirate.

Wer ein Leben lang glücklich sein will,

der werde Prinzgardist.

Weisheit aus China

So freuten wir uns auf die Gardetour, die letzte hatte ein Problem mit dem Schiff. Und in Traben-Trarbach warteten wir schon wieder auf ein Schiff, es kam pünktlich, wir fuhren die schöne Mosel entlang, vorbei an den Weinbergen und wurden von einer echten reizenden schwarzen Zeller Katz bestens bedient. Und in Zell standen schon die Wagen mit den Traktoren bereit, die uns zu einem Imbiss in die Weinberge fuhren. Der Besuch einer Weinkellerei schloss sich an, bevor wir in Koblenz in einem komfortablen Hotel mit Biergarten landeten. Am nächsten Morgen ein zünftiger Marsch zum geschichtsträchtigen Deutschen Eck und mit der Seilbahn bei faszinierendem Ausblick auf die Festung Ehrenbreitstein, wo ein Historiker Sinn und Zweck der Feste bis in letzte Detail erläuterte. Danach waren wir geschafft. Großartig organisiert, Gero!

Am 21.10.2016 der absolute Höhepunkt: 8×11 Jahre Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen, gefeiert in der Festhalle, wo alles begann. Der Saal und die Tische in unseren Vereinsfarben blau und rot geschmückt, ein eindrucksvolles Bild bei ausverkauftem Haus. Nicht zu vergessen die großen Portraits aller aktiven Gardisten an den Wänden der Wandelhallen.

Unterstützt von moderner Technik in Bild und Ton lief ein sehenswertes Galaprogramm auf der Bühne ab, das bewusst auf karnevalistische Töne verzichtete. Erwähnen wir noch das Tanzpaar von vor 26 Jahren, Susanne Reiners und Andreas Pesch, noch einmal im Rampenlicht, eingebettet in einen historischen Rückblick auf die Garde, dokumentiert in Bildern von unserem Ehrenvorsitzenden.
Alle waren begeistert und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Ein großer Dank geht an Eric, Pöffi und Andreas: Sehr starke Vorstellung.

Bald stand auch schon der General- und Ordensappell auf dem Programm mit vielen Senatoren, gemeistert von unserem Kommandanten Eric Tillmanns in bekannt glänzender Manier.

Kurz darauf die Prinzenproklamation mit dem jungen Prinzenpaar und Gefolge, die Überraschung. Ein wortgewandter, witziger, humorvoller Prinz, ein voller Erfolg trotz oder sogar wegen seines Alters, unverbraucht, frei von der Leber agierend, eine charmante Prinzessin, seine Zwillingsschwester, die wie er die Herzen der Jecken im Sturm eroberte. Mit ihnen durch die Säle zu ziehen, war ein Riesenspaß. Da lief nichts schablonenartig ab, immer wieder ein unerwarteter Einfall. Das Nussknackerfest spielte sich wieder einmal in gewohnter lockerer Atmosphäre ab.

Wir starteten traditionsgemäß die Saalsession bei den Jrön-Wette Jonges, ließen keine Gesellschaft aus, waren in Brempt und Bracht und anders- wo, stürmten das Haus unseres Ehrenvorsitzenden zum 2. Mal, da waren wir ganz unter uns, im Gegensatz zum Sturm aufs Stadthaus. Der Tulpensonntagszug erreichte nicht nur bei den Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein einen Teilnehmerrekord, die After-Zug-Party in der Festhalle und das Gardefamilientreffen im Gardequartier bildeten wie in den letzten Jahren den krönenden Abschluss, obwohl wir uns noch mal zum Fischessen aufrafften.

Dennoch können wir das Fazit ziehen: Es war nicht immer so ereignisreich wie in der verflossenen Session.
Und nach der Session die Jahreshauptversammlung. Da kann man alles dem Protokoll entnehmen. Hier seien nur die Ergebnisse der Vorstandswahlen erwähnt:
Erster Vorsitzender: Christoph Grundmann
Stellvertretender 2. Vorsitzende: Dr. Andreas Pesch
Stellvertretender Kommandant: Gero Wolff von Weidenfeld
Christoph Hölters löst Dr. Stefan Berrisch als Schatzmeister ab.

Die Garde ist gut gerüstet und freut sich auf die nächste Session.

Vivat, crescat, floreat

Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen 1929 e.V.
mit 3x Viersche Helau!
Dr.G.Weinforth
(Ehrenvorsitzende)

Chronik der Session 2015/16

Das war einfach eine supergeile Session.
Danach sah es zunächst nicht aus.
Denken wir an das Sommerfest mit der obligatorischen Taufe. Die jungen Taufpaten hatten sich bestens vorbereitet, doch unser Täufling, der Mühlenteich erfahrene Exprinz Dirk, konnte als Alleinunterhalter auch nicht mehr für großes Kino sorgen.
Ein neuer Wirt, in unserem Falle Wirtin, das lief problemlos, damit waren wir eine Sorge los.

Unsere Gardetour war gut organisiert, dennoch lief nicht alles nach Plan: Keine gemeinsame An- und Abreise, dann war auch das gebuchte Schiff nicht da, doch die improvisierte Kneipe am Rheinufer und später in einem Biergarten ließen die Zeit bis zum Abmarsch auf den Pützchens Markt schnell verstreichen. Und dann ging es mit dem Taxi zum Pützchens Markt in eine wogende Menschenmasse. Eine kilometerlange Straße zu beiden Seiten mit Buden bestückt, vor allen Dingen Fressbuden. Da hatte mancher Anwohner seinen Vorgarten in ein Bistro, eine Kneipe oder Cafe verwandelt. Wir wurden geschoben, Orientierung zum Zielort “Bayerisches Bierzelt” war kaum möglich. Schließlich wurden wir dort angeschwemmt und konnten gerade noch den riesigen Fahrgeschäften entgehen, die eine kreischende Menschenmasse in die Höhe schleuderten, die nach einigen Salti von johlenden Nachfolgern gefeiert wurde.
Wer wie wir diesen Anmarsch erfolgreich überstanden hatte, wurde ins bayerische Bierzelt geflutet – Oktoberfeststimmung, das Zelt zum Bersten gefüllt, Stimmungsmusik ohne Ende, wir fanden unseren reservierten Tisch, bayerisches Vesperbrot und eine Maß nach der anderen, alles ganz zünftig: Oans, zwoa, gsuffa…O’zapft is…Das Rote Pferd… Da simmer dabei…Bayerischer Defiliermarsch… Und dann das Rückzugsgefecht durch die wogende Menschenmasse, Taxi zum Hotel, Ausklang in einer Kneipe, um das “Wahnsinn – Hölle, Hölle, Hölle” aus den Ohren zu schütteln.
Am anderen Morgen die Rückfahrt, getrennt wie die Hinfahrt oder noch ein bisschen getrennter.

Im November das erste Highlight der Session: Der Sessionsauftakt am 11.11. auf dem Sparkassenvorplatz mit kleinem Programm und der Vorstellung des designierten Prinzenpaares Edi I. und Dani II. von der jubilierenden Gesellschaft FKV mit einer Begleitung aus dem engeren Freundeskreis, ein Vorgeschmack auf die spätere Proklamation, der ein Prinzenempfang in unserem Hauptquartier Kaisermühle vorangegangen war. Und alles unter dem Motto:
Viersche – ne jecke Rummelplatz.

Seit vielen Jahren hatten wir nicht mehr eine so schwungvolle, begeisternde Proklamation erlebt, was hauptsächlich dem einfallsreichen, witzigen und humorvollen Prinzen zuzuschreiben war. Er wollte mit seiner Dani und den ihn begleitenden Freunden mit allen Jecken feiern, sein Fest der Freude sollte sich durch die ganze Session hindurchziehen – was ihm auch gelang. Unsere Tänzer wurden da einfach mitgerissen und ihre Darbietung neuer Tänze begeisterte das Publikum. Das Startzeichen war gegeben und von nun an begleitete die Garde das Prinzenpaar mit Begeisterung durch die Session.

Nach dem wohl gelungenen Nussknackerfest starteten wir bei den Jrön-Wette Jonges in den Saalkarneval. Ein letztes Mal fand die Wagenabnahme bei Mercedes statt. Hier zeichnete sich schon ab mit welch witzigen und guten Einfällen Prinz Edi I. uns durch die Session führen würde. Er schlug den Niederlassungsleiter zum Ritter und wies darauf hin, dass in seiner Familie der Fortschritt, was Elektromotoren anbetrifft, schon vor Jahrzehnten begonnen hatte. (Fahrgeschäft – Selbstfahrer).

Auf jeder Veranstaltung ein humorvoller Einfall, das machte Spaß und weckte das Verlangen nach mehr.
Doch es gab auch traurige Momente, wie das so im Leben ist. Unser langjähriger Wirt in der Kaisermühle und Ehrensenator Andreas van Loon lud uns zu seinem 49. Geburtstag ein, weil er ob seiner schweren Krankheit fürchten musste, den 50. nicht mehr zu erleben. In all den Jahren in unserem Gardehauptquartier war eine freundschaftliche Beziehung entstanden: Ausgezeichnete Bewirtung und großes Verständnis für unsere Eskapaden. Alle waren sich darin einig: So einen Wirt wird es nie mehr geben.

Es sei auch erwähnt, dass der Geschäftsführende Senat Andreas van Loon anlässlich des Tulpensonntagszuges einlud, in der Kugel des Senatswagens mitzufahren, was er sichtlich genoss. Erwähnen wir noch einige Episoden am Rande. Das Brempter Biwak wurde durch eine Stippvisite auf deren Herrensitzung ersetzt, was wir auf dem Weg nach Brüggen “genossen”. Was uns da geboten wurde, waren Kostbarkeiten der ganz besonderen Art und ließ manchem Gardisten den Mund offen stehen – noch weit nach der Veranstaltung.
Nach Brüggen – ein leider schlecht besuchtes Biwak – hatte der Ehrenvorsitzende zu einem Umtrunk und Absacker nach dem ereignisreichen Tag in sein Haus geladen. Interessante Gespräche in lockerer Atmosphäre ließen den Wunsch nach Wiederholung – vielleicht an einen anderen Ort – aufkommen.

Der Sturm aufs Stadthaus war für uns auch eine neue Erfahrung, verteidigte doch die charmante neue Bürgermeisterin Sabine Anemüller ihr Beamtensilo mit großer Leidenschaft und starker Unterstützung der Möhnen, um sich schließlich doch traditionsgemäß der Narrenschar zu ergeben.
Unser Offiziers- und Kasinoabend am Freitag vor Karneval im Gardequartier mit der anschließenden Prinzengarde Gala, an der auch viele Senatoren teilnahmen, war wieder einmal ein Höhepunkt in unserem Vereinsleben, weil jeder Gardist auf seine Weise vollen Einsatz zeigte. Tolle Einfälle und manches schlummernde Talent trugen zum Gelingen bei.

Unser Tulpensonntagszug konnte im Gegensatz zu vielen anderen Umzügen sogar bei schönem Wetter stattfinden, wurde ein voller Erfolg, wächst in jedem Jahr und die After Zug Party ist inzwischen der Hit geworden, war natürlich wieder einmal völlig ausverkauft.

Wie immer ließen wir – wenn auch am Rosenmontag und Veilchendienstag noch einige Verpflichtungen anstanden – die Session mit unserem Familienfest im Gardequartier ausklingen. Und da waren wir uns alle einig, noch vor dem Aschermittwoch und dem Fischessen, eine grandiose, wenn auch kurze, Session erlebt zu haben. Da freut man sich naturgemäß schon auf die Nächste.

Es lebe die Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen!
Viersche Helau!

Chronik der Session 2014/15

Wie schnell vergeht doch so eine Session, besonders wenn sie kurz ist.
Die Session 2014/15 ist für uns nun einmal eine ganz besondere, nicht, weil sie mit dem Sommerfest beginnt, nein, das ist halt immer so und auch nicht, weil das designierte Prinzenpaar unter uns weilt, das kennen wir, sondern weil das Prinzenpaar aus unseren Reihen kommt, aber keiner weiß wer es ist, obwohl alle bestens informiert sind. Es ist doch ein sonderbares Gefühl, wenn man den Kommandanten in bester Manier agieren sieht und doch nichts wissen darf.

Da der Kommandant Eric Tillmanns und sein Stellvertreter Dr. Andreas Pesch die Taufpaten waren, konnte man sich auf einiges gefasst machen und wurde auch nicht enttäuscht, als vor 120 Gästen die Täuflinge Gero von Weidenfeld, Achim Windeck, Jens Ackermann und Thomas Rath in den Mühlenteich gesetzt wurden, um Ihre Aufgaben um und auf einer neuen Insel aus aufgepumpten LKW-Reifen ihre diversen Aufgaben zu erfüllen. Eine Mordsgaudi. Fazit: Alle überlebten und bestanden die Prüfung.

Die Gardetour organisierten Andreas Weith und Dr. Martin Fleischhauer. Allgemeiner Tenor: Ein voller Erfolg. Mönchengladbach – Köln waren die Stationen, keine Weltreise, aber abwechslungsreich und stimmungsvoll. Rheinschifffahrt, karnevalistische Stadtführung mit einem Köbes, Kölschverkostung, kulinarischer Abend, Nachtleben in einem kölschen Bierkeller und dennoch trafen alle am späten Sonntagnachmittag wohlbehalten wieder in Viersen ein.

Am Gardeappell konnte der Kommandant die Einsatzbereitschaft der Truppe feststellen, natürlich gab es wieder Beförderungen, neue Senatoren etc. Alles ging locker, lustig und witzig über die Bühne, die 100 Gäste wurden bestens unterhalten, dafür sorgte schon der Kommandant.

Und dann wurde der Schleier um das große Geheimnis gelüftet, als der Kommandant Eric Tillmanns die Befehlsgewalt über die Truppe an seinen Stellvertreter Dr. Andreas Pesch übergab, weil Eric I. und Alice I. in der kommenden Session 2014/15 als Prinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen regieren würden.

Die Prinzengarde stellte die Begleitung des Prinzen und 6 Damen im Piratenoutfit die der Prinzessin. So wurden sie auch am 11.11. auf dem Sparkassenvorplatz im Rahmen eines bunten Programms zur offiziellen Sessionseröffnung vorgestellt. Dass die Prinzenproklamation unter einer solchen Voraussetzung einen besonderen Stellenwert hatte, versteht sich von selbst. Nun musste unser Prinz erfahren, dass Prinz zu sein oder als Kommandant zu fungieren doch zwei Paar verschiedene Schuhe sind. Man ist halt Prinz der Narrenherrlichkeit Viersen und somit an viele Termine gebunden. Mit großem Einsatz wurde alles gemeistert, obwohl das Prinzenspiel auch in dieser Session kein Selbstläufer war.

Im Saalkarneval überzeugten wieder einmal unsere Tänzer, die Zugabewünsche mit ihrer Darstellung geradezu heraufbeschworen. Die tänzerische und musikalische Leitung hatte wie immer Dr. Andreas Pesch, einstudiert wurden die Tänze in der Tanzschule Fauth. Dennoch vermissten wir unsere Sandra. Die Garde marschierte in der Session mit der Originalkopie der 1. Standarte der Prinzengarde ein, die der Künstler Hans Tack angefertigt und der Garde geschenkt 1938 hatte. Die Generalität präsentierte die hervorragend gelungene Originalkopie als Geschenk an die Garde auf der Nussknackerfeier (siehe Karneval in Viersen von 1928 bis 1939 Seite 220). Vollen Einsatz zeigten unsere Gardisten beim Sturm auf das Stadthaus am Altweiberdonnerstag.
Wir haben ja beschlossen, nichts über den Casinoabend am Freitag vor Karneval verlauten zu lassen. Nur eins: Es war wieder ein toller Abend unter der Mitwirkung aller Gardisten. Unsere ausgewählten Gäste hatten einen Heidenspaß.

Fast alle Termine wurden eingehalten. Leider musste der eine oder andere Auswärtsauftritt aus Zeitmangel, die eine kurze Session so mit sich bringt, ausfallen.

Am Tulpensonntag herrschte Kaiserwetter. Der Zug war noch nie so lang, mehr Prunkwagen und mehr Fußgruppen, die so manchen guten Einfall hatten. So dauerte alles auch länger bis unser Prinzenpaar unter dem Jubel der Narrenschar die Festhalle zur After-Zug-Party erreichte. Ausverkaufte Halle, nicht zu überbietende Stimmung, mehr Gas konnte nicht gegeben werden. Der krönende Abschluss war traditionsgemäß unser Familienfest im Prinzengardequartier Kaisermühle, wo unser 1. Vorsitzende Guido Pockrandt durch das Programm führte.

Am Aschermittwoch fanden wir uns dann wieder in der Kaisermühle zum Fischessen ein, wo unser Prinz die Embleme und Insignien seiner närrischen Macht ablegen musste. Jetzt war er Exprinz und wieder Kommandant der Garde. Manche glaubten, ein “Gott sei Dank” aus seinem Munde gehört zu haben.

Wir Aktiven hatten eine schöne Session mit viel Spaß und Frohsinn trotz des einen oder anderen Wermutstropfen: Keine Sandra, kein Hoppeditz, keine Hoppeditzbeerdigung. Da waren doch viele enttäuscht.

Das können und müssen wir ändern.
Dreemol Viersche Helau!

Chronik der Session 2013/2014

Jedes Jahr eine neue Chronik. Warum eigentlich? Das Programm der Prinzengarde ist doch naturgemäß fast immer das gleiche, da könnte man doch einfach auf das letztes Jahr verweisen. Jedes Jahr fängt mit dem 1. Januar an, aber fast nichts kommt so wieder wie es einmal war. Unser närrisches Jahr beginnt mit dem Sommerfest und zwei weiteren Konstanten: Der Mühlenteich und die Gäste.
Doch dann gibt es Nuancen, auf die man sich freut. Jedes Jahr oder fast jedes Jahr gibt es eine Taufe. Die Zahl der Täuflinge variiert und jedes Jahr sind es auch andere. Die Taufzeremonie ist die große Unbekannte, die Erwartungshaltung steigt von Jahr zu Jahr. Man vernimmt es schon am Geschnatter der Enten. Die Spannung wächst, den Taufpaten muss jedes Jahr was Neues einfallen, mit dem Mühlenteich verbunden, versteht sich.

So standen auch im letzten Sommer die Schaulustigen dicht gedrängt um den Teich, als drei Gestalten, ganz in hautengen blauen Kombina- tionen gepresst, erschienen. Aliens aus dem Weltall?, die vorbei an dem aus LKW-Reifen gebastelten Raumschiff, bestückt mit dem Prinzenpaar a.D. und dem Kanzler in prächtigen Kostümen, sich wie lahme Schnecken auf kleinen Ruhekissen in die Fluten stürzten und Glück hatten, dass bei diesem Manöver keiner von ihnen ertrank. Inzwischen waren kleine Enten auf dem Gewässer verteilt worden, auf die die Taufkandidaten die Jagd eröffneten, um möglichst viele von ihnen einzusammeln. Der eine kämpfte sportlich um jede Trophäe, der andere analysierte vorsichtig die Lage, der dritte schließlich, wohl nicht der Lage angemessen bekleidet, rettete sich zunächst an Land, um tief Luft zu holen. Das Wasser war wohl nicht sein Element, doch dann schoss er frierend ins kalte Nass zurück. Die Wasserschlacht tobte, schließlich galt es auch, die Exprinzessin trocken an Land zu bringen, wobei man – natürlich aus Versehen- die beiden Beschützer in ihren herrlichen Kostümen versenkte. Dennoch landeten alle wohlbehalten beim Kommandanten. Die Prüfung war bestanden, es war wieder einmal ein großartiges Erlebnis, jeder hatte seinen Spaß, das Buffet wurde eröffnet und die Gäste feierten mit der Garde noch viele Stunden.

Und dann kam sie doch noch die Gardetour, die, bestens organisiert, ein voller Erfolg wurde. Es ging u.a. nach Mainz ins Sportstudio des ZDF.

Die Sessionseröffnung findet für die Prinzengarde immer am Sonntag vor dem 11. 11. statt anlässlich des General- und Ordenappells vor unserem Gardequartier, der historischen Kaisermühle. Dann ziehen die Prinzgardisten unter den Klängen des Regimentsmusikzuges und dem Schwenken der Fahnen und Standarten in vollem Wichs, begleitet vom aufbrausenden Beifall der zahlreich erschienenen Senatoren, unter der Führung des Kommandanten Eric mit fröhlich aufsteigenden Helau-Rufen ein. Die Kommandantur, insbesondere der Kommandant, versteht es immer wieder mit viel Witz und guter Laune die schönsten Momente der vergangenen Session den Gardisten noch einmal vor Augen zu führen. Jetzt wird auch unsere Fahne gehisst, ein Unternehmen, das in jedem Jahr die gleichen Schwierigkeiten aufweist, aber dennoch unter der begleitenden Musik eines nicht mehr reduzierbaren Großen Zapfenstreiches zu Ende geführt wird. Die drei Böllerschüsse aus der Regimentskanone dokumentieren laut hörbar das Ereignis, auf das man sich so freute und kaum erwarten konnte: Die Session ist eröffnet – für die Garde.

Die jährlichen Beförderungen und die Aufnahme neuer Senatoren werden bei einem zischenden Bit in der Mühle zelebriert unter der Regie des 1. Vorsitzenden Guido Pockrandt. Unser Wirt und Senator Andreas serviert noch eine köstliche Mahlzeit und danach heißt es: Ende offen.

Der Festausschuß Viersener Karneval lädt zum 11.11. um 18.11 Uhr nach einem Umzug durch die Stadt mit einem ansprechenden Programm, aus dem die flotte, temperamentvolle, junge Düsseldorfer Sängerin herausragt. Der Senatspräsident präsentiert sich ein letztes Mal als Hoppeditz. Schade! Natürlich sind wir dabei, auch bei der Vorstellung des neuen Prinzenpaares und seiner Begleitung, die leider erst gegen Ende der Veranstaltung stattfindet. Man merkt, dass es sich bei den zukünftigen Tollitäten um aktive Karnevalisten aus der Funkengarde der Hoseria handelt und mit Andre I. und Sabrina I. ziehen wir zuversichtlich und voll freudiger Erwartung unter dem Motto: “Vierscher Jecke blieve am Ball” in die neue Session. Das Publikum hat die Veranstaltung gut angenommen, es darf so weitergehen.

Bald folgt auch schon die Prinzenproklamation, die mit dem Empfang des Prinzenpaares in unserem Gardehauptquartier eingeleitet wird, von wo es zu einer glänzenden Proklamation in die Festhalle geht. Hier bieten unsere Tänzer wieder eine herausragende Vorstellung und geleiten auch nach der Veranstaltung in voller Mannschaftsstärke das Prinzenpaar mit Gefolge von der Bühne. Vorher hatte sich noch unser Ehrenvorsitzender und Sitzungspräsident des Festausschußes Vierse- ner Karneval nach über 40jähriger Bühnentätigkeit verabschiedet. Das Publikum dankte ihm mit Blumen und nicht enden wollendem Applaus.

Die Weihnachtsfeier ist inzwischen zum Nußknackerfest mutiert. Berry und Pöffy stellten sich als doppele Nikoläuse vor, brillierten mit flotten Sprüchen – ein voller Erfolg.

Ein weiteres Highlight aus dem alten Jahr muss unbedingt noch erwähnt werden, denn wann erlebt so etwas schon, das amtierende Prinzenpaar gibt sich das Jawort auf dem Standesamt im Ortsteil Dülken in vollem Ornat und unter dem herzlichen Beifall einer Abord- nung der Garde und der Begleitung.
Die Garde begleitete im neuen Jahr das Prinzenpaar wie in all den Jahren zuvor zu einer Fülle von Veranstaltungen. Wir waren immer präsent und mit großer Freude dabei. Da kann man eigentlich keine Veranstaltung herausheben. Gerresheim wurde gestrichen aus Des- interesse der alten Freunde. Der Ausflug nach Brüggen zum Früh- schoppen war für die Brüggener zu früh, der Abend bei den Brachter Wasserratten hingegen wurde von beiden Seiten begeistert aufgenommen. Denkwürdig wie immer der Nachmittag im Kartoffelhaus bei deftigem Essen und dem bekannten Feuerwasser.

Da gab es noch Seniorennachmittage, Besuche der Kindergärten, närrischer Frühschoppen etc.

Hart wie gewohnt der Altweiberdonnerstag, zumal der Sturm aufs Stadthaus praktisch im Regen unterging. Unser Prinzenpaar schlug sich hervorragend in der Wasserschlacht. Nur schade für die vielen Zuschauer, die sich rechtzeitig eingefunden hatten.

Der Freitagabend, der sogenannte Offiziersabend im Kasino mit anschließender Galasitzung, erfüllte die kühnsten Träume mancher Gardisten. Alle legten sich mächtig ins Zeug und es war wieder einmal ein Höhepunkt in der Session.
Der Veedelszug im Rintgen, unser Tulpensonntagszug danach bei strahlendem Sonnenschein war nicht nur lang, sondern auch so stimmungsvoll und farbenprächtig wie selten.

Die After Zug Party war der krönende Abschluss einer prächtigen Session, auf der unser Prinzenpaar, zu Tränen gerührt, sich offiziell verabschiedete. Wir Prinzgardisten feierten traditionsgemäß mit unseren Frauen und Kindern ihre Absackerparty in der Kaisermühle.

Endgültig Schluss war es dann beim Fischessen am Aschermittwoch mit der Verabschiedung des Prinzenpaares im vertrauten Kreis und der Hoppeditzbeerdigung. Eine Träne im Knopfloch und ein hoffnungs- voller, erwartungsfreudiger Ausblick auf die kommende Session waren erlaubt.

Bis dann mit Dreemol Viersche Helau!

Chronik der Session 2012/2013

“So ist die Gewohnheit die große Führerin im menschlichen Leben.” David Hume (18. Jhdt.)

Da sitzt man auf dem gepackten Koffer und wartet auf den Marschbefehl für die Gardetour. Aber hat sie nicht im letzten Jahr auch später stattgefunden? Egal, sie kommt, da sind ja tüchtige Leute am Werk.

Doch dann bläst der Vorstand zum Sommerfest. Kein Problem, alles verläuft zu aller Zufriedenheit in den bekannten Bahnen: Das Prinzenpaar in spe, sein Gefolge, der Kanzler etc. Unruhig sind nur die Frösche und die Enten auf dem Kaisermühlenweiher. Sie kennen längst den Ablauf eines Sommerfestes der Garde und starren erwartungsvoll aus dem Wasser oder ziehen etwas ungeduldig ihre Bahnen.

Doch alles ist im grünen Bereich. Keine Kadetten, keine Taufe. Da fehlt einem einfach etwas. Es will aber auch keiner ins Taufbecken springen, nicht mal zum Spaß.

Im November können wir dann endlich die neue Session 2012/13 eröffnen anlässlich unseres General- und Ordenappells in unserem Gardehauptquartier Kaisermühle. Die Zahl der anwesenden Senatoren ist beeindruckend ebenso wie das Hissen unserer Fahne durch die drei neuen Kadetten. Da will unser Oberjägermeister Jacki unter der Assistenz von Fahnen-Ralf nicht zurücktreten und böllert uns mit einem dreifachen Knall in die neue Session.
Ralf erhält vom Kommandanten eine kleine weiße Fahne mit Malstiften zum Auftragen der Embleme – so ganz aus dem Kopf -, da ihm die Schwenkfahne irgendwie verloren gegangen war.

Unser Kommandant Eric, wie immer und nicht nur an solchen Tagen in Hochform, hat Geburtstag und verliert ein Fass Bier durch eine Wette. Was soll’s, weiter so, die Garde hat immer Durst.

Beförderungen und Neuaufnahmen von Senatoren wie jedes Jahr und die Verleihung der Silbernen Medaille für 30 an einem Abend getrunkenen “Schierker” an unseren Schweizer Rudi, der sich wohl an jene Schlacht kaum noch erinnern kann. Ein gelungener Tag mit viel Spaß und fast zum Schluss der Auftritt unseres “Belcanto” Christof mit der “Müllerin”, in Gestik, Tonlage und Stimmgewalt bis heute unerreicht.

Der 11.11. fällt auf einen Sonntag und das auch noch bei strahlendem Sonnenschein. Das bringt viel Volk auf den Neumarkt, wo die Garde vorsichtshalber dem Kommandanten eine regensichere Überdachung mit Thron gebaut hat, für alle Fälle, eine Loge. Der Hoppeditz erwacht, das Prinzenpaar in spe erscheint mit Gefolge auf der Bühne, die Garde tanzt und freut sich auf die neue Session, denn wir wissen ja, dass der zukünftige Prinz viel Humor und Witz hat, schlagfertig ist und von einer charmanten Prinzessin aus dem Rahser unterstützt wird. Da kann eigentlich nichts schief gehen.

So feiern wir auch mit ihnen nach dem Empfang in unserem Gardequartier Kaisermühle ihre Proklamation und Kürung in der ausverkauften Festhalle: Dirk I. und Annemarie I.

Unser neuer Tanz schlägt voll ein, die neuen Kräfte wirken belebend, das Publikum ist begeistert. Der Übergang von Tanzoffizier Jo (Classen) zu Tanzoffizier Andreas (Dr. Pesch) klappt reibungslos wie geschmiert.

Ein Kompliment an die Truppe. Zum Schluss der Veranstaltung erscheint die komplette Garde auf der Bühne, tanzt zu Ehren des Prinzenpaares ihre klassische Zugabe und begleitet das Prinzenpaar mit Gefolge aus die Halle.
Das Kinderprinzenpaar wird auch schon im November im Rahser gekürt und die Weihnachtsfeier nennen wir in diesem Jahr Nussknackerfest, wohl wegen der Schlampen im letzten Jahr. Diesmal erscheint der Nikolaus im traditionellen Gewand, wohingegen Knecht Ruprecht sich in eine dünne Ganzkörperabdeckung gepresst hat.

Das neue Jahr führt uns zwecks Wagenabnahme zu Mercedes, wo die Dülkener den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen sind. Schwungvoll starten wir ins neue Jahr. Wir besuchen eine Gesellschaft nach der anderen. Da unser Prinzenpaar aus dem Rahser kommt, sind wir dort mehrmals vertreten. Aber die anderen Gesellschaften kommen auch nicht zu kurz, das ist unsere Aufgabe, die wir gerne mit dem Prinzenpaar und dem Gefolge erfüllen.
Wir freuen uns über drei neue Kadettenanwärter, junge, gute Leute.
Da Mercedes die Kleinbusse nicht mehr zur Verfügung stellt, fahren wir mit einem großen Bus zu den Auftritten, das fördert die Gemeinschaft. Aus dem Rahmen fällt der Auftritt unseres neuen Tanzpaares, aus einer Wette geboren zur Freude aller Närrinnen und Narren: Sandra und Johnny. Sie ernten stürmischen Beifall.
Der Besuch bei den Brachter Wasserratten ist wieder ein Erlebnis: Ursprünglicher Karneval.

Seit Jahrzehnten sind wir bei der Gerresheimer Bürgerwehr auf dem Gericus-Platz zum Biwak vertreten. Danach schlägt die Stunde der Absacker, zuerst in Gerresheim bei Schumacher, dann im Kartoffelhaus in Viersen. Wer sich später noch daran erinnern kann, hat wohl nicht an jener ominösen Schierkerstunde teilgenommen.

Die Prinzengarde der Stadt Aachen besucht uns auf unserem karnevalistischen Frühschoppen, freundschaftliche Bande, die seit langem bestehen. Natürlich nehmen wir, nachdem wir am Morgen schon viele karitative und Sponsorenauftritte absolviert haben, am Sturm auf das Stadthaus mit vollem Einsatz teil. Der Altweiberdonnerstag ist bei all dem Spaß, den man zweifellos hat, hart, denn am späten Abend geht es noch zum Möhneball ins Rahser und unsere Tanzgarde zeigt jedes Mal ihren unermüdlichen Einsatzwillen.

Am Freitag vor Karneval erleben wir nach der Wagenabnahme unseren von allen ersehnten Kasinoabend im Gardequartier. Nach einem genussreichen Abendessen startet unsere Herrensitzung mit einem Bombenprogramm und vielen Überraschungen. Jedes Jahr erleben wir eine Steigerung, kaum zu glauben. Kurz vor Karneval landen wir noch in Lobberich, wo unser Senator Helmut Schatten eine zweite Residenz hat, zur “Schnitzeljagd”.

Der Tulpensonntag ist der Höhepunkt unseres Viersener Karnevals, Senatorenfrühstück, Veedelszoch im Rintgen und um 14.11 Uhr unser großer Tulpensonntagszug. Danach seit einiger Zeit die After-Zug-Party in der Festhalle, die begeistert angenommen wird und den Abschluss bildet wie in jedem Jahr unser Familienfest in der Kaisermühle.
Wenn sich auch das meiste regelmäßig wiederholt, so ist es doch immer aufs Neue ein Erlebnis, das kein echter Karnevalist missen möchte. Und manch einer vergießt eine echte Träne auf der Hoppeditzbeerdigung und sehnt die neue Session herbei.

Also bis dann.

Viersche Helau!
Euer Ehrenvorsitzender

Chronik der Session 2011/2012

Wenn man den Jahresbericht oder die Chronik mit der Gardetour beginnt, fragt man sich unwillkürlich, ob wir von der verflossenen oder neuen Session sprechen. Wie dem auch sei, wir schreiben den 11.06.2011 als die Gardisten zu ihrem Jahreausflug aufbrechen, den man unter Voltaire’s Gedankensplitter: “Das Überflüssige ist durchaus notwendig” stellen könnte.

Es ist nämlich die Tatsache, dass die Fahrt zu einem Sternekoch führt, den man alleine für würdig hält, den Gardisten die richtige – the one and only – Currywurst mit Pommes aufzutischen. Dass man der schon breit gefächerten Palette von Biersorten mit Moritz Fiege Pils eine weitere hinzufügen kann, rundet die Sache, verbunden mit einer Planwagenfahrt durchs Revier, wobei der Landschaftspark Nord in Duisburg, der Hafen, die Faktorei und der Diebels Live Keller u.a. aufgesucht wurden, ab.

Gut gemacht, Christoph Hölters und Christoph Grundmann.
Die erste Summer Open Party in der Erholung führte Freund der Garde zusammen, sollte bei einem zwanglosen Beisammensein vor allen Dingen jungen Leute die Garde etwas näher bringen und war ein voller Erfolg.
Das Sommerfest erst im September, das traditionsgemäß in unserem Gardequartier Kaisermühle stattfindet, ist ein Fest mit unseren Senatoren und den Vertretern der Gesellschaften, in dessen Mittelpunkt ohne jeden Zweifel die Taufe eines Gardisten steht, und so auch in diesem Jahr ein “Highlight”, denn Ralf Clemens und Christoph Grundmann hatten das Ereignis mit außergewöhnlichen Einfällen bestens vorbereitet, wobei der Täufling Jürgen Peeters eine gute Portion beigetragen hat. Seine artistische Vorstellung auf dem auf unserem Mühlenteich schunkelnden Trampolin, auf dem er mit seinem auf dem Kopf nicht immer gut befestigten, mit einer Spitze versehenen Helm, herumspringen durfte, um die an einer Schnur aufgereihten Luftballons zum Platzen zu bringen, war einfach grandios. Wie freuten sich da Weiblein wie Männlein, wenn der Kandidat wieder einmal über Bord ging, um mit seinem mit schlammigen Grün bekränzten Haupt voller Freude, bekränzt wie ein antiker Olympionike, an der Wasseroberfläche zu erscheinen. Ganz großer Sport.

Die große Pause bis zum 11.11. wurde mit dem 48. Geburtstag unseres Gardekommandanten Eric Tillmanns überbrückt, der nun über die schneeweißen Bühnen dieser Welt brettern kann.

Der Sonntag vor dem 11.11. ist immer der Tag des General und Ordensappell, denn dann werden nicht nur die neuen Sessionsorden verliehen, neue Senatoren aufgenommen und verdiente Gardisten befördert, sondern unter den Klängen des Regimentsmusikzuges, dem Hissen der Fahne und den drei Böllern aus der Kanone die neue Session eröffnet mit launigen Worten unseres Kommandanten, der an so einem Tag immer in Hochform ist. Diesmal ließ er den Aufmarsch auf die Bühne üben, eine Vorstellung, die trotz höchster Konzentration der Gardisten auf Grund des Ablaufs dem Kommandanten den Helm vom Kopf riss. Allen hat es gut gefallen, manchen bis in die Abendstunden.

Der 11.11. wurde nach dem Zug durch die Stadt in der Generatorenhalle gefeiert, wobei das neue Prinzenpaar Rainer I. und Silke II. in spe mit Begleitung vorgestellt wurden. Da Prinz Rainer I. in spe jahrelang in der Tanzformation der Garde aktiv war, kannten wir ihn alle. Die Weihnachtsfeier brachte insofern eine Überraschung, als unsere beiden Nikoläuse, Stefan Berrisch und Christoph Hölters, in glänzenden, knappen roten Outfits erschienen, um uns in gewohnter Weise die Leviten zu lesen.

Das neue Jahr startete wie seit Jahren mit der Wagenabnahme bei Mercedes und ging über in die zahlreichen Besuche der Gesellschaften des FAVK sowie befreundeten Vereinen und Organisationen, die einerseits zum Routineablauf gehören, zumal wenn man fast immer im Evangelischen Gemeindehaus gastiert und dennoch andererseits immer wieder mit Überraschungen aufwartet.
Da denken wir besonders an zwei, das fröhliche Beisammensein im Kartoffelhaus bei Wurst und Reibekuchen und dem kleinen Hochprozentigen so nebenbei, wobei unser Gardist Rudi Pesch einen neuen Schluckrekord aufstellte, von dem er wohl am anderen Tag selber überrascht war.

Auch der Besuch bei den Brachter Wasserratten war ein Erlebnis, nicht nur der herzliche Empfang, sondern auch die ursprüngliche, authentische Art, so sagt man wohl heute, beeindruckten uns sehr.

Der Sturm aufs Stadthaus, der Besuch der Kindergärten, der Senioren im Greefsgarten etc. sowie das nicht enden wollende Programm am Altweiberdonnerstag forderten von uns allen großen Einsatz, wobei der besondere Dank an unsere Tanzgarde unter Leitung des Tanzoffiziers Jo Classen, die mit ihrem neuen Tanz wieder einmal das Publikum begeisterte.
Vergessen wollen wir unter keinen Umständen den Offiziersabend am Freitag vor Karneval im Gardequartier, der mit dem Heringsliften in den Kronleuchter beginnt und nach einem rauschenden, satireträchtigen auf hohem künstlerischen Niveau dahinschaukelnden Nacht ausklingt, nachdem ein jeder mehr als sein Bestes gegeben hat.

Im Tulpensonntagszug hinterließen unsere Damenfußgruppe und auch unser neu gestalteter Gardewagen einen nachhaltigen Eindruck. Wie erholsam war da die After-Zug-Party in der Festhalle und der anschließende vorläufige Karnevalsausklang in der großen Gardefamilie mit unseren Frauen und Kindern in der Kaisermühle.

Ja, liebe Freunde, der Karneval bereitet uns jedes Jahr wieder große Freude und wenn er nicht schon da wäre, müsste er unbedingt erfunden werden.

Ein vivat, crescat, floreat unserer Prinzengarde mit
Dreemol Viersche Helau!

Wenn Pferde denken – Chronik der Session 2010/2011

Es kommt erstens anders und zweitens als man denkt. Doch das Denken sollte man den Pferden überlassen. Die haben die größeren Köpfe. Das sind Volksweisheiten.

So saß ich auf gepacktem Koffer und wartete auf den Marschbefehl zur Gardetour, schließlich beginnt das neue Gardejahr so oder es endet mit ihr je nach Perspektive. Und dann kam er, der Marschbefehl, spät, im September, aber er kam.
Doch welche Überraschung: Der Vorstand lud zum Sommerfest: Gäste, Smalltalk, Grillen, Trinken, alles wie gehabt und dennoch gut. Schließlich die Taufe: Eine geglückte Premiere. Wir erlebten die Geburt eines neuen Gardisten aus einer riesigen durchsichtigen Fruchtblase und seine freiwillige Taufe im Mühlenweiher. Da schauten aber alle überrascht. Rudi Pesch hatte die Idee und assistiert von Christoph Grundmann und Michael Metz boten sie eine Riesenshow. Da konnte man die Gardetour vergessen. Denkste, die Pferde haben doch die größeren Köpfe. Eintägige Tour, also kleiner Bieranzug, herrliches Wetter, kleiner Bus, Düsseldorf, Gourmettempel. Da denkste doch glatt dich tritt ein Pferd.

iesenküche, eine Apparatur wie im Laboratorium und Zutaten, die meisten kannte ich gerade mal dem Namen nach oder auch nicht. Schürze um, alle Mann ran: schneiden, hacken, schälen, filetieren, würzen, mischen, umfüllen und das alles bei einem Tempo unter Anleitung der alle und alles durchdringenden Stimme des Großgurus. Die Messer scharf wie – ihr wisst ja – nur keine Gliedmaßen abschneiden. Dann ab in den Hochofen oder doch ins Krematorium mit dem Produkt. Warten und den Nachtisch vorbereiten. Und jetzt kannste denken was du willst. Das Mehrgangmenu schmeckte ausgezeichnet mit dem Wein und wir hatten es selber gekocht, da kannst du in der Tat denken was du willst, da brauchst du keine Pferde, das war so. Danach brauchten wir eine schöpferische Pause. Bei bestem Wetter zum “Ürigen” und im Spätsommer am späten Nachmittag zu Neusser Skihalle. Draußen im Biergarten herrschten Lederhose und Dirndl, bayerische Volksstimmung am Niederrhein, zum Glück war die Piste geschlossen. Jetzt konnte das neue Gardejahr wohl nichts Überraschendes mehr bieten, denkste.

Der Prinz in spe lud ein, er wohnt – unvorstellbar – in Dülken, aber auf der Straße nach Viersen und ist Viersener, da fallen einem echten Prinzgardisten gleich tonnenweise die Steine von der Seele. Die Prinzessin auch eine Viersenerin von der KG Hoseria. Beide aufgeschlossen, fröhlich und nett. Sie freuen sich riesig auf das Prinzenspiel. Selten war der Kontakt so schnell geknüpft. Da brauchte man sich keine Gedanken zu machen.

Beim Ordensfest sah man sich wieder, lernte die Begleitung kennen, alles bestens.
Dann unser General- und Ordensappell. Immer ein Höhepunkt. Dafür sorgt schon unser Kommandant Eric, wieder einmal in Hochform, viele Senatoren, Regimentsmusikzug, Hissen der Fahne, Böllerschüsse zur Sessionseröffnung, Beförderungen, Neuaufnahmen von Senatoren, gutes Essen, leckeres Bit, unser Senator Andreas van Loon hält uns fit.

Der neue Orden konnte “in natura” dargestellt werden: Unsere Sandra und ein Prinzgardist beim Bützen in fast akrobatischer Haltung. Und über die ganze Zeit ein Aachener Prinzgardist in vollem Ornat als stiller Beobachter. Bis auf die wenigen Eingeweihten, obwohl wir alle hätten vorbereitet sein müssen, haben wir uns nichts dabei gedacht. Aber dann der sensationelle Höhepunkt: Der Aachener Prinzgardist Horst Hermanns entpuppte sich als Texter und Komponist des neuen Gardemarsches der Prinzengarde Viersen und zusammen mit dem Initiator Stefan Berrisch und Christoph Grundmann erklang mit der Unterstützung der Senatoren und Gardisten aus freudigen Kehlen der neue Gardemarsch. Ein Traum ging in Erfüllung, das summten selbst die Vögel in den Bäumen mit, da rissen auch die besagten Pferde die Mäuler auf, absolute Begeisterung, die auch bei den verschiedenen Auftritten in der Session auf das Publikum übersprang wie schon bei der Prinzenproklamation auf der wir auch unter der Leitung des Tanzoffiziers Jo Classen den neuen begeisternden Gardetanz vorstellten.

Auf der Weihnachtsfeier hatten wir es gleich mit zwei Nikoläusen zu tun, Stefan und Christoph, die uns in brillant gewohnter Form die Leviten lasen. Und im Januar ging es in die längste Session dieses Jahrhunderts mit vielen Besuchen und Auftritten bei allen KGs des FAVK und befreundeten Gesellschaften und selbst bei der Großen Viersener KG waren wir zum ersten Mal eingeladen mit dem Prinzenpaar, von dem man ganz ehrlich sagen muss, die haben, vor allen Dingen der Prinz, das Prinzenspiel nicht nur ausgezeichnet gestaltet, sondern geradezu gelebt. Wir natürlich, aber auch die große Narrenschar waren begeistert. “Leute wie wir, aus dem Volk, ohne jeden Dünkel, unser Prinzenpaar”, hörte man oft und offen sagen.

Wiederum zu loben ist der unermüdliche Einsatz der Garde, unterstützt von unseren Regimentstöchtern Sandra und Susanne, die mit ihren außergewöhnlichen Leistungen immer wieder begeisterten sowie dem Regimentsmusikzug.

Erwähnen wir das Außerplanmäßige. Unser Senator Hermann-Josef Krahwinkel wurde Burggraf, eine hohe Auszeichnung, und wir konnten mit unserem kompletten Programm die Gladbacher Karnevalsprominenz zu “standing ovation” hinreißen.

Auf dem platten Land verwöhnten uns die Brachter Wasserratten mit Beifallstürmen und mancher Gardist wird sich noch heute mit Freuden an die großartige Stimmung erinnern, die auf beiden Seiten herrschte, wenn das nach den herzlichen turbulenten närrischen Gefechten noch möglich ist. Da wieherten selbst die Pferde. Aber noch nicht genug der Höhepunkte in dieser Session.
Wir haben einen neuen Gardewagen, gebaut unter Leitung unseres Gardisten Michael Metz. Die Taufe fiel aus, bei der Wagenabnahme kamen die Gardisten und Narren kaum aus dem Staunen heraus und im Tulpensonntagszug war unser Wagen die Attraktion. Da rissen selbst die Pferde, die den Prinzenwagen zogen, vor lauter Staunen weit die Mäuler auf.

Natürlich gäbe es noch das eine oder andere zu erwähnen, es verlief in gewohnten Bahnen, z.B. die 11. Galasitzung der Prinzengarde unter dem Motto “Garde außer Rand und Band – Karneval für Jung und alt”. Das war wieder einmal für alle Anwesenden ein Erlebnis, so feiert man echten Karneval und das schweißt uns auch zusammen.

Die Afterzugparty kam hinzu, ein voller Erfolg und die Hoppeditzbeerdigung mit der Verabschiedung des Prinzenpaares in der Kaisermühle als endgültiger Schlussstrich unter die Session ließ uns alle nach dem Mark-erschütternden Auftritt unsere leidgeprüften Frau Witwe Hoppeditz schon wieder an die nächste Session denken – aber fürs Denken haben wir ja die Pferde.
Dreemol Viersche Helau! Euer Ehrenvorsitzender Günter

Alles fließt – Chronik der Session 2009/2010

Da es die Hauptaufgabe des aktiven Corps der Prinzengarde ist, “dem amtierenden Prinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen während seiner Session als Begleitung für karnevalistische Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen”, könnte man glauben, da die meisten Termine und Veranstaltungen sich kaum ändern, sich auch noch an den selben Lokalitäten abspielen, dass alles abläuft “wie gehabt”, wenn es gut geht und bekanntlich hat et noch immer joot jejange. Also könnten wir die Chronik mit diesem Hinweis schon hier beenden.

Doch Heraklit, der altgriechische Philosoph fand heraus: “Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen. Alles fließt”. Also schaun wir mal.

Unsere Gardetour führt uns in Grefrather Sporthotel, wo Jugenderinnerungen in der Disco “La Cave” geweckt wurden, die Anreise per Paddelboot oder Auto stattfand, wo Radtour und Planwagenfahrt durch ein vielseitiges “olympisches” Programm aufgelockert wurden und unsere wunderschöne linksrheinische Heimat durch die Blume eines frischen Bieres genossen wurde. Hallo Freunde, denkt an die schöne Brasilianerin beim Abschiedsdinner! Dank an Berry, Christof (Schläger) und Thorsten!

Beim Sommerfest konnte das Gefühl aufkommen, der Heraklitische Fluss sei ins Stocken geraten, wäre da nicht die Taufe von Rudi Presch als aufgeblasenen Superchinesen gewesen um ein Programm herum , das uns alle begeisterte. Diesmal zeichneten Michael Kempken, Jakob Strötges und Christoph Grundmann für die Show verantwortlich.

Das Fest sollte dann im Frühjahr 2010 durch eine Gardeparty speziell für unsere Senatoren ergänzt werden und so geschah es denn auch.

Normalerweise würde man in einer Sessionsrückschau den Ordensabend des Festausschußes Viersener Karneval nicht erwähnen, da er leider unter der Rubrik “wie gehabt” abzulegen ist. Doch jetzt fand er in unserem Hauptquartier Kaisermühle statt. Da gab es nicht den großen Abstand zwischen Bühne und Publikum, hier waren die Räume zum Bersten gefüllt. Alle, die Vertreter der Gesellschaft, Senatoren, Exprinzen, Gardisten etc. standen Seite an Seite, ob sie wollten oder nicht und wie sie wollten. Alle ohne Ausnahme. Da kam sofort ein großes Gemeinschaftsgefühl auf.

Das Prinzenpaar in spe Uwe II. und Sabine I. wurden mit ihrer Begleitung vorgestellt und wenn es unter Karnevalisten so etwas wie “Liebe auf den ersten Blick” oder doch besser “Ein Herz und eine Seele” gibt, dann war es genau das. Man segelte auf der gleichen Wellenlänge und die von Herzen kommenden närrischen Worte des zukünftigen Prinzen wurden begeistert aufgenommen.
Der General- und Ordensappell ist bei wachsender Teilnehmerzahl unserer Senatoren ein Highlight in der Session. Unser Kommandant Eric glänzt dann mit neuen Ideen uns schlagfertigen Kommentaren, und viele feierten begeistert durch bis in den frühen Abend.

Die Session hatte einen grandiosen Auftakt erlebt und wurde unter das Gardemotto “Karneval mit Herz” gestellt. Die Weihnachtsfeier fand wieder in Gardeuniform statt und unser Erfolgsduo als Nikolaus und Knecht Ruprecht, Christoph Hölters und Berry, diesmal mächtig aufgeblasen, trafen mit ihren witzigen Kommentaren den Nagel auf den Kopf.

Wie unser 1. Vorsitzender schon erwähnte, wir hatten eine Supersession.
Das Prinzenpaar und die Begleitung, immer stark vertreten gaben eine ausgesprochen gute Figur auf der Bühne ab. Da kam Freude auf, wenn man als Gardist dabei sein durfte.

Natürlich prägte unsere Tanzgarde jeden Auftritt in besonderem Maße. Unter der Leitung von Jo Classen und der von Andreas Pesch ausgesuchten schmissigen Musik zauberten unsre “Tanzbären” einen auch choreographisch herausragenden Tanz (Dank sei Inge Fauth) auf die Bretter, obwohl nicht wenige glaubten, die letztjährige Darbietung sei unschlagbar. Also doch: “Alles fließt, nichts bleibt so wie es ist”.

Unsere Regimentstöchter Susanne und Sandra sind nun einmal herausragend und die Sandra ist einfach Extraklasse und beide tragen ganz wesentlich zu unserem Erfolg auf der Bühne bei.

Wir wollen natürlich auch erwähnen, dass Christoph Hölters zum “Cheriff” vom Hamm gekürt wurde und dass die gesamte Prinzengarde der Roahser Jonges uns bei unsren Auftritt auf dem Gerresheimer Biwak prächtig unterstützte.
Will man ein Fazit ziehen, so muss man uneingeschränkt feststellen: noch nie war es in einer Session so kalt wie in dieser, dennoch war es eine herausragende Session, voller Harmonie untereinander und in enger Gemeinschaft mit dem Prinzenpaar, der Begleitung, dem Kanzler und dem Geschäftsführenden Senat. Das Ziel des Karnevalisten ist es, Freude daran zu haben, anderen Menschen Freude zu machen. Das ist uns wieder voll gelungen und die gemeinsam empfundene Freude, egal bei welcher Gelegenheit, schweißt uns zusammen. So muss es weitergehen zum Wohle aller.

Doch wollen wir auch mit unserem 1. Vorsitzenden kritisch anmerken, dass die Disziplin an den Tischen im Saal ein wenig nachgelassen hat. Überlassen wir anderen die Theken. Sie brauchen sie zur Bewältigung ihrer existentiellen Probleme.

Das Verhältnis zum FAVK ist sehr gut. Unsere Vertreter im Vorstand des FA, Walter und Christof, leisten hervorragende Arbeit. Der neue Kanzler Dirk Mangold hat sich ausgezeichnet eingearbeitet und es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Für uns ist der Freitagabend vor Fastnachten in der Kaisermühle, frei von allen Terminen, ein weiterer Höhepunkt. Christof Schläger und Eric Tillmanns als Festkomitee geben das Zeichen zur närrischen Hatz und alle, gut vorbereitet und bis zur Unkenntlichkeit kostümiert, lassen in Dialogen, Liedern, Tanzeinlagen etc. “die Karnevalssau raus”, selbst das Festkomitee griff diesmal ein. Es war wieder einmal unbegreiflich eindrucksvoll und in den frühen Morgenstunden brauste ein Gesang wie Donnerhall durch die Mühle: “So ein Tag, So wunderschön wie heute…”.

Der Karnevalsausklang nach dem Zug in der Kaisermühle im Kreise unserer Familien und mit dem Prinzenpaar ist nicht nur für unsere Kinder ein wunderschöner Abschluss.

Das Fischessen in der Kaisermühle mit der Hoppeditzbeerdigung und dem offiziellen Ende der närrischen Regentschaft des Prinzenpaares der Narrenherrlichkeit Viersen ist ein würdiger Rahmen am Ende einer erlebnisreichen, freudvollen, phantastischen Session.

Doch bekanntlich wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Und da sind wir wieder bei Heraklit: “Nichts bleibt so wie es ist”. Zu unserem größten Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser 1. Vorsitzender Prof. Dr. Roland Hille nach 16 Jahren Vorstandstätigkeit, davon die letzten 10 Jahre als 1. Vorsitzender, aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen seinen Zeitplan nicht mehr so gestalten kann wie es für die Führung eines so bedeutenden Vereins wie die Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen erforderlich ist und deshalb nicht mehr für ein Amt kandidieren würde. Das zeugt von großem Verantwortungsgefühl. Wir haben Roland viel zu verdanken. Mit großem Einsatz und einer klaren Zielsetzung ist er unbeirrt, aller Anfeindungen zum Trotz seinen Weg zum Wohle der Garde gegangen. Gerade als einige wenige die Existenz der Garde leichtfertig aufs Spiel setzten, hat er charakterfest und mit starkem Durchsetzungsvermögen unser Narrenschiff auf Kurs gehalten und wieder in ruhigere Gewässer gesteuert. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Darüber hinaus hat er sich bemüht, den nun aufgezeichneten Weg mit Hilfe seiner Vorstandskollegen weiterzugehen. Mit Erfolg! Nie stand die Garde so gut da wie heute. Wir verlieren einen 1. Vorsitzenden, aber wir behalten einen guten Freund und treuen Kameraden. Mit einem Trauerkloß im Hals wollen wir nicht aus der vergangenen Session gehen. Dazu besteht kein Anlass. Denken wir an die schönen Stunden, z.B. an ein Ereignis, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird, an die stilvolle Hochzeit unseres 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Roland Hille mit seiner charmanten und reizenden Iris in der Pfarrkirche zu Helenabrunn, der wir Gardisten in vollem Ornat beiwohnten. Und an die zukünftigen schönen Stunden.

Die Garde hat eine schmissigen Parademarsch. Kräftige Sänger werden gesucht. Uraufführung in der nächsten Session und es wird einen neu gestalteten Wagen im Tulpensonntagszug geben. Und einen neuen Vorstand haben wir auch: 1.Vorsitzender Guido Pockrandt und Stellvertretender Vorsitzender Christoph Grundmann Zwei gute Leute.

Wir wünschen Euch viel Glück und viel Erfolg! Nachdem Heraklit schon dran glauben musste, darf der alte Goethe nicht fehlen, er kannte das Leben.

“Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß”.

Es lebe unsere Prinzengarde! Dreemoal Viersche Helau!

Wir sind Prinz – Chronik der Session 2008/2009

Aber heut sind wir fidel
Ein Herz und eine Seel!
Heut zieh’n wir los.
Heut wird gelacht!
Heut machen wir ne tolle Nacht!

Dieser Refrain eines alten klassischen Karnevalsliedes hätte auch das Motto der Prinzengarde für die Session 2008/09 sein können. Sie war ein weiterer Beweis dafür, was man alles erreichen kann, wenn alle an einem Strang ziehen, sich den Aufgaben aus Überzeugung stellen und sie mit Freude wahrnehmen.

Der Vorstand ist nicht nur fleißig, sondern auch ideenreich tätig und kann sich voll und ganz auf seine Truppe verlassen. Das hat natürlich positive Auswirkungen auf die ganze Session, wie wir immer wieder feststellen konnten.

Als es hieß: Gardetour nach Essen, mag so mancher kleine Zweifel gehegt haben, die sich schon verringerten, als man erfuhr, dass Berry und Thorsten die Planung oblag. Aber im Nachhinein war die übereinstimmende Meinung, dass Hotel, Zollverein, Baldeneysee, Fußball, längstes Straßenfest der Republik, Disco und Thekenstandfestigkeit abwechslungsreich und erlebnisintensiv waren, ein absolut gelungenes Unternehmen auch wegen der starken Beteiligung.

Das Sommerfest mit über 100 Gästen aus den Mitgliedsgesellschaften des FAVK und dem Vorstand hatte als Höhepunkt die Taufen von Michael Kempken, Jacob Strötges und Christoph Grundmann, hervorragend organisiert von Thorsten und Michael Metz, leider verkürzt durchgeführt wegen der Beschwerden aus der Nachbarschaft. Dennoch wurde bis in die Morgenstunden kräftig gefeiert.

Der General- und Ordensappell ist immer ein Höhepunkt im Gardeleben. Da muss man sich schon wundern, was unserem Kommandanten jedes Jahr wieder einfällt. Guido entwickelte bei der Aufnahme neuer Senatoren eine ganz spezielle Art von Humor und die Einführung eines Soldbuches für besondere Verdienste, von Guido und Pöffi ins Gefecht geworfen, war das Thema der Session, auch unter den Senatoren, deren Zahl sich auf 100 bewegt. Hierbei gilt unser Dank vor allen Dingen Martin, der auf diesem Gebiet unermüdlich tätig ist.

Die Weihnachtsfeier, alle Gardisten in Uniform, wurde dank der guten Einfälle von Christoph, Berry und Christof wieder einmal ein gelungener und erlebnisreicher Abend.

Für die Session 2008/09 hatte unser Vorsitzender Roland das Motto “Wir sind Prinz” für die Garde ausgegeben, denn Andreas und Susanne, vor geraumer Zeit noch Tanzpaar der Garde, waren zum Prinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen gewählt worden. Sie erfüllten ihre Aufgabe in jeder Hinsicht hervorragend.

Natürlich stand die ganze Gardefamilie ohne Einschränkung hinter ihnen, was sich auch darin dokumentierte, dass die Garde in Uniform die männliche und aus dem Kreise der Frauen der Gardisten die weibliche Begleitung in attraktiven garderoten Kostümen stellte.

Damit war auch sichergestellt, dass unser Prinzenpaar rund um die Uhr vorzüglich versorgt wurde. Hinzu kam, dass wir bei allen Sitzungen ohne Ausnahme mit 25 Personen am Tisch vertreten waren und ohne Thekenpalaver viel Freude bei Unterstützung des jeweiligen Programms hatten.

Unser Kommandant Eric Tillmanns hatte dabei die größte und schwierigste Aufgabe erwischt, weil er neben der schon zeitaufwendigen Arbeit der Gardeorganisation auch noch das Prinzenpaar in die richtigen Bahnen lenken musste. Das erforderte Ausdauer, Geschick, Engagement und die Überzeugung, einer guten und erfolgreichen Sache zu dienen, die schließlich allen große Freude bereitete. Ohne unseren Eric wäre das nicht in der Form möglich gewesen.

Unsere Tanzgarde unter der Leitung von Jo Classen, der aus gesundheitlichen Gründen leider im 2. Teil der Session ausfiel, hat sich wieder einmal selbst übertroffen und wurde aufgrund ihrer außerordentlichen Leistung vom Publikum gefeiert.

So präsentierte sich die Prinzengarde in der abgelaufenen Session einsatzfreudig, voller Harmonie und Frohsinn, was dem Publikum nicht verborgen blieb, sich mit viel Lob verband, das wir uns auch redlich verdient haben. Das war ja nicht immer so.

Die “Garde Night”, thematisch durch Christof und Eric vorbereitet wurde mit einem fast vierstündigen Programm durch den unglaublichen Einsatz alle Gardisten und ihren großen Einfallsreichtum zu einem Highlight, über das man sich nur wundern kann. Unser Senator und Bürgermeister Günther Thönnessen war so begeistert, dass er einen Programmpunkt stante pede improvisierte.

Bezeichnend für das Verantwortungsgefühl der Prinzengarde was das Prinzenspiel anbetrifft, mag die Tatsache stehen, dass es die Prinzgardisten Christoph und Christof, Georg und Günter waren, die in kurzer Zeit ein finanzielles Hilfsprojekt entwickelten als der FAVK in großer Not war. Unser Christof Schläger wurde zum Geschäftsführenden Senator des FAVK gewählt und wir sind davon überzeugt, dass der Vorstand nun vom frischen Wind vorangetrieben wird.

Der Gardewagen präsentierte sich in ebenso gutem Zustand wie die Bühne am Gardeabend. Das schafft nur Michael Metz, absolut zuverlässig und geräuschlos.
Am Tulpensonntag nach dem Zug wurde in gewohnter Weise in der großen Gardefamilie abgefeiert und um neun Uhr morgens am folgenden Tag stand schon wieder eine große Abordnung hinter dem Prinzenpaar zur Fahrt nach den Rosenmontagszügen in den anderen Stadtteilen.

Auch in diesem Jahr wurden wir wieder hervorragend in unserem Gardequartier Kaisermühle von Andreas van Loon und seinem Team betreut. Berry hatte die Kasse fest im Griff, der Vorstand arbeitete konstruktiv und spannungsfrei.
Es war insgesamt eine erfolgreiche starke Session. Wer sich das alles noch einmal in aller Ruhe an sich vorbeiziehen lassen will, schaue sich unsere Chronik auf DVD an mit Bildern von Peter Berrisch, zusammengestellt von Günter Weinforth. Er wird feststellen: Es war eine wunderschöne Session!

Dreemol Viersche Helau!

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