Kategorie: Chronik (Seite 1 von 4)

Chronik der Prinzengarde 2025/26

Goethe schrieb einst: „Im Anfang war die Tat.“ – Und manchmal braucht es eben genau diese Tat, um aus einer Idee etwas Neues entstehen zu lassen. Im Sommer wagte der neue Vorstand etwas und verwandelte kurzerhand einen Stammtisch in einen Festivalbesuch. Wir blieben natürlich in Viersen und besuchten das Open Air am Hohen Busch, ein bisschen anders als gewohnt, aber mindestens genauso gesellig – auch das kann die Prinzengarde.

Dann ging es weiter, wie könnte es anders sein, mit unserem Sommerfest. In der Gesellschaft Erholung ließ es sich bei bestem Wetter wieder hervorragend feiern. Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die Taufe unserer vier Neuen Florian, Sven, Henrik und Frederik. Damit diese auch wirklich wussten, worauf sie sich eingelassen hatten, wurde die Taufe in diesem Jahr zunächst im Kaisermühlenteich begonnen. Ob dieser Teil der Zeremonie bei den Täuflingen auf ungeteilte Begeisterung stieß, darf an dieser Stelle offenbleiben.

Dann stand auch schon unsere Gardetour nach Münster auf dem Programm. Für die Organisation ließen sich Gero und Christof gewinnen. Vor Ort wurden wir vom Prinzen von Münster, Sascha I., herzlich empfangen. Was als kultureller und freundschaftlicher Besuch begann, entwickelte sich erwartungsgemäß zu einem feucht-fröhlichen Abend.

Auch unsere Stammtische erfreuten sich wieder großer Beliebtheit und waren stets gut besucht. Das mag an den wechselnden Lokalitäten liegen, vielleicht symbolisiert es aber auch einfach nur unseren hervorragenden Corpsgeist.

Der Gardeappell stand in diesem Jahr unter einer besonderen Überschrift. Erstmals führte unser neuer Kommandant Marius durch den Tag. Dabei gelang es ihm recht schnell, die richtige Mischung aus Tradition, Kameradschaft und guter Laune zu finden. Besonders erfreulich war, dass wir auch in diesem Jahr wieder zahlreiche neue Senatoren für unseren Verein begeistern konnten. Die Garde wächst – und das nicht nur an Erfahrung (und Lebensjahren).

Dann war es endlich wieder soweit: Der 11.11. stand vor der Tür und mit ihm der offizielle Start in eine neue Session.

Mit Wolfgang und Estefania durften wir ein Prinzenpaar begrüßen, das uns mit viel Freude und Herz durch die Session begleitete. Natürlich nicht allein, sondern mit einer tollen und erfahrenen Begleitung.

Bei der Prinzenproklamation am 14.11. konnten unsere Tänzer wieder einmal zeigen, was in ihnen steckt. Mit Einsatz und Körperbeherrschung begeisterten sie die Narrenschar und sorgten dafür, dass die Prinzengarde auch in dieser Session ihrem Ruf gerecht wurde. Auf unsere Regimentstochter Anna-Lena war dabei wie immer Verlass. Top vorbereitet, bestens aufgelegt und – wie man heute sagt – on-point.

Im Januar begann der Saalkarneval. Unser Prinzenpaar wusste sich auf jeder Sitzung in die Herzen der Jecken zu spielen und jeder im Saal spürte, wieviel Spaß sie an ihrem Prinzenspiel hatten.

Für das erste Highlight der Session müssen wir gedanklich zurück zur FKV-Galasitzung 2025, als unser Kommandant a.D. Eric die damaligen Vorsitzenden Christoph und Marius in einer Wette an den FKV verlor. Pünktlich zum FKV Wochenende 2026 wurden die beiden dann zur Einlösung des Wetteinsatzes abgeholt und durften sich einmal in allen Abteilungen des Kränzchens als nützlich erweisen. Frisch gestärkt, gewaschen und gekämmt durften wir sie im Anschluss an die Altensitzung dann wieder in Empfang nehmen.

Eine besonders schöne Auswärtsfahrt führte uns nach Bracht. Bei guter Stimmung und dem ein oder anderen Getränk zeigte sich dabei, dass in unseren Reihen offenbar noch das eine oder andere bisher unentdeckte Musiktalent schlummert. Der Auftritt selbst war gelungen, aber auch das gemeinsame Drumherum machte diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.

Ein weiterer Höhepunkt war unser Auftritt in Düsseldorf beim Biwak der Prinzengarde Düsseldorf. Wir wurden herzlich aufgenommen und kamen dort ausgesprochen gut an. Es ist immer schön zu erleben, dass die Freude und die Begeisterung, die wir selbst am Karneval haben, auch außerhalb von Viersen auf fruchtbaren Boden fallen.

Ganz nach alter Gardetradition durfte natürlich auch der Gardefreitag nicht fehlen. Unter dem Motto „Schützenfest“ wurde ausgiebig gefeiert. Das durchweg positive Feedback der geladenen Gäste zeigte uns, dass wir mit unseren Auftritten offenbar ins Schwarze getroffen hatten.

Dann folgte der Tulpensonntag und damit der krönende Abschluss unserer Session. Nach einem tollen Fest der Freude unseres Oberkuraten Roland Klugmann begleitete strahlender Sonnenschein unseren Zug durch Viersen. Die im Vorjahr eingerichtete Familienzone mit begrenzter Lautstärke wurde dabei durchaus unterschiedlich aufgenommen. Die einen begrüßten die etwas leiseren Töne, während andere offenbar der Meinung waren, dass Karneval und Ruhe grundsätzlich zwei Dinge sind, die nur schwer miteinander vereinbar sind.

Mit dem Fischessen am Aschermittwoch ging wieder eine ereignisreiche Session zu Ende. Viele schöne und unvergessliche Stunden durften wir auch in diesem Jahr gemeinsam verbringen.

Und auch wenn der Verlust von liebgewonnen Gardisten die Freude, die wir selbst so lieben, überschattet, stehen wir als Gardefamilie zusammen. Genau dann, wenn das Leben unter dunklen Wolken weitergehen muss, singen wir in glücklicher Erinnerung an unsere Weggefährten unser Lied: “Ejal, wat och passeert – Wir sind die Garde!“

Mit einem leisen, aber stolzen,
Dreemol Viersche Helau!

Für den Vorstand
Jens Ackermann

Chronik der Prinzengarde 2024/25

Goethe’s Faust sagt: “Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen”.

Wir, die Prinzengarde, haben nicht nur den status quo gewahrt, ein großer Erfolg, sondern sind darüber hinaus gewachsen. Wir sind immer unterwegs gewesen nach dem Motto: Mach Anderen Freude! Du wirst erfahren, dass Freude Freude macht.

Und da gab es eine ganze Reihe von “Events” wie man heute sagt, die uns das ganz eindrucksvoll vor Augen führten.

Denken wir an das Sommerfest in der guten alten Windmühle bei Jago. Die Taufe unseres Pfarrers und Gardisten Roland Klugmann wird uns noch lange in Erinnerung bleiben als einmalige Erlebnis von Täufling und neu erworbener Freundin Liselotte Lotterlappen und das alles vor 180 Besuchern.

Die Gardetour, als Gegenbesuch zu Liselotte Lotterlappen geplant, die leider nicht zu Hause war, führte uns nach Limburg. Thorsten und Andreas hatten sie hervorragend ausgearbeitet, ihre zweite Planung, also eigentlich schon Tradition.

Unsere Stammtische waren sehr gut besucht, was wir auf die wechselnden Lokalitäten zurückführen.

Kaum war der Sommer vorbei, da waren unsere Tänzer schon wieder im Training und unter der Leitung von Jens, Achim und Guido entstand unser neuer zweiter Prunkwagen. Da können wir uns nur für die geleistete Arbeit und aufgebrachten Mühen bei vielen fleißigen Händen bedanken.

Der Gardeappell in der Hammer Mühle mit dem neuen Prinzen und unseren Senatoren war sehr gut besucht und Eric präsentierte ein starkes kurzweiliges Programm, wie wir es von ihm gewöhnt sind.

Nun sahen wir erwartungsvoll dem 11.11. in Edi’s Winterdorf entgegen.
Wir durften ein unglaublich herzliches Prinzenpaar mit Daniela und Jürgen Vogt begrüßen, obwohl oder weil sie weder tanzten noch sangen.

Die Proklamation war ein Höhepunkt für unsere Tänzer, die gleich mit drei Tänzen die Narrenschar begeisterten und mit ihrem Chef Gero auch im so genannten “Hinterland” für Furore sorgten.

Unsere Regimentstochter Anna-Lena ist voll integriert und wir können uns unser närrisches Treiben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Wir handeln nach dem Motto: Die Freude, die du aussendest, kehrt zu dir zurück. Unsere Erfahrung bestätigt das immer wieder aufs Neue.

Es gibt leider auch Termine, die einem keine Freude bereiten, für die wir aber nicht verantwortlich sind: So z.B. am Altweiberdonnerstag der “Trauermarsch” durch die Stadt. Tagsüber gibt es kaum noch Anlaufpunkte und so ganz ohne Musik macht es keinen Spaß.

Da ging es nach alter Sitte auf dem Gardefreitag ganz anders zu. Tifosis und Ultras bescherten uns einen kurzweiligen Abend mit vielen tollen Freunden als Gäste.

Der Samstag war in Viersen und Umgebung, warum auch immer, nur noch zum Ausruhen zu gebrauchen. Der Sonntag mit der Messe der Freude war auch ohne Liselotte Lotterlappen, die eigentlich ihre Mitwirkung zugesagt hatte, ein Höhepunkt, die unser Gardedomprost hervorragend leitete.

Der Tulpensonntagszug war gut besucht und für uns der krönende Abschluss der Session, ein traumhafter Zug der Freude durch unsere Vaterstadt.

Die After Zoch Party und das Fischessen am Aschermittwoch mit dem Auskleiden des Prinzenpaares signalisierten das Ende einer intensiven 9 Wochen dauernden Session.

Seit Wochen bekannt war die Veränderung im Vorstand. Hier gilt unser großer Dank dem scheidenden Kommandanten Eric. Er hat durch seine Führung die Garde geprägt. Er war mit Roland zur Stelle, als der Untergang drohte. Jetzt zeichnen Kameradschaft, Freundschaft und Freude innerhalb der Truppe mit ihren 130 Senatoren die Garde aus. Das ist einmalig in Viersen und auch Eric’s Verdienst. Wir danken dir von Herzen für die Kraft, die du in den letzten 25 Jahren in die Garde investiert hast. Dein Einsatz und deine Arbeit sollen uns als Vorbild dienen.

Chronik der Prinzengarde 2023/24

Was den Chronisten überraschte oder sollte man sagen, war eigentlich zu
erwarten, dass der FAVK sein 6x11jähriges Bestehen feierte, fest in den Orden
eingemeißelt, wo er doch am 31.10.1956 im Pschorr-Bräu Haus gegründet wurde
und 2022 das richtige Jubiläumsdatum gewesen wäre.

Die Gesellschaften sind mehr mit sich selber befasst und die Termine des FAVK
werden einfach als gegeben hingenommen. Man kann ja nicht alles wissen und wer kennt schon das Wort Selbstkritik, zudem scheint mir im Viersener Karneval ein SP keine Fehler zu machen. Da führen wir, die Prinzengarde, ein Eigenleben und tun gut daran.

Unsere Stammtische sind gut besucht, wir erleben zudem Zuwachs, sogar mit
einem himmlischen Gardisten und unsere Kameradschaft ist gelebte Realität.
Der häufige Wechsel der Räumlichkeiten tut dem keinen Abbruch, ganz im
Gegenteil. Auf der Jahreshauptversammlung im Juni 2023 wurde der Vorstand in seiner Arbeit bestätigt.

Das Sommerfest war wieder ein voller Erfolg. Der Center Court des VTHC war als
Ort gewählt worden mit dem Motto Grand Slam Prinzengarde Open. Show
Matches, Live Musik und das gekürte schönste Outfit rundeten das Fest ab mit
dem Show Match zwischen dem himmlischen Gardisten Roland und dem
zukünftigen Prinzen Helmut Schatten. Wir besuchten das erste Sommerfest des FAVK am 23.09.2023 auf dem Remigiusplatz mit „Kuhl un de Gäng“.

Die Gardetour nach Gent war ein Höhepunkt und begeisterte uns alle drei Tage
lang, ein weiteres Meisterwerk unserer Orga Brüder A2W und Thorsten.

Das neue Motto für die kommende Session lautete:“ Viersche fiert wie et is un woar, alle jeck im Jubeljoahr“. Es wurde kommentarlos hingenommen und schien keinen zu interessieren.

Der Gardeappell in der Hammer Mühle, einen besseren Ort gibt es dafür nicht in
Viersen, zeigte bei nasskaltem Novemberwetter die Garde bei der Formalausbildung, das der Kommandant meinte, sie gliche im Augenblick einem Sauhaufen so wie der 1. Vorsitzende sie ihm präsentierte. Beförderungen und Neuaufnahmen von Senatoren standen traditionell auf dem Programm und dann spielte eine Live Band, gesponsert vom zukünftigen Prinzenpaar Helmut und Anne, das am Anfang sehr kritisch betrachtet wurde, aber wie sich im Verlauf der Session herausstellte als wahre Freudenspender herauskristallisierte.

Am 11.11. um 11.11. Uhr startete der Karnevalsauftakt in Edis Winterdorf mit
der offiziellen Vorstellung des neuen Prinzenpaares Helmut und Anne, ein
wunderschöner Tag mit vielen attraktiven Programmpunkten und einer
fröhlichen Menschenmenge.

Am 17.11.23 wurden in der ausverkauften Festhalle auf der Prinzenproklamation aus den bürgerlichen Schatten und Erchens Helmut II. und Anne I.

Im Januar begann der Saalkarneval und wir begleiteten das Prinzenpaar auf allen
Veranstaltungen mit unserer Tanzgarde, die wieder einen vollen Erfolg verbuchen konnte und unserem Regimentsmusikzug.

Was aber nicht zu überbieten war und das Publikum zu Begeisterungsstürmen
hinriss war das Lied des Prinzen Helmut II. „ Volle Kanne mit der Anne in dat
Prinzenspiel“.

Ansonsten präsentierte sich das Wetter von der schlechten Seite, nasskalt. Das
Biwak ohne Höhepunkte passte sich dem an. Der Sturm auf das Stadthaus fiel auch ins Wasser und die närrische Schlacht fand im Saale statt. Die Narrenschar ließ sich die Stimmung nicht vermiesen und unsere Bürgermeisterin verteidigte mit den Möhnen von Alt-Viersen die Treppe ihrer Residenz und am Schluss geschah was immer passierte, die Narren übernahmen die närrische Macht bis zum Aschermittwoch.

Der berüchtigte Gardefreitag wurde zum Oktoberfest umfunktioniert und
verdiente sich zu Recht den Titel legendärer Freitag im fantastisch geschmückten Raum mit hervorragenden Beiträgen. Viele durstige Kehlen genossen das Fest im „Eisernen Zelt“.

Der Samstag war ruhig, am Sonntag erfreuten sich alle an der Messe der Freude.
Am Rintger Veedelszoch machten wir uns dann selber Freude mangels Publikum.

Der Karnevalszug startete schon um 13.11 Uhr, begeistert begleitet von einer
großen Menschenmenge. Im Anschluss ging es noch hoch her auf der „After Zug
Party“ und danach ließen wir im Gardequartier den Tag ausklingen.

Beim traditionellen Fischessen legte das Prinzenpaar das Ornat ab und trat damit
zurück in den bürgerlichen Stand. Unser 1. Vorsitzender Christoph Grundmann beerdigte den Hoppeditz und wahrte so unser schönes Brauchtum. Natürlich wäre es schön, einen Hoppeditz am 11.11. aus dem Schlaf erwecken zu können, aber ganz ohne Hoppeditz würde dem Brauchtum ein wesentlicher Faktor verloren gehen.

Chronik der Session 2022/2023

Das Leben ist bezaubernd. Man muss es nur durch die richtige Brille sehen.
Unser Vorstand hatte die Parole ausgegeben: “Ohne die Garde (Narren) geht es
nicht” und meinte dazu: “deä Fastelovend is et Pläsiersche vun jedem, dä net
doof ess”.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass auch die widrigsten Umstände den echten Narren nicht in die Knie zwingen können, dann war es Corona und wie wir damit umgegangen sind. Uns braucht wahrlich keiner zeigen wie man feiern muss. Wo wir sind, da herrscht Freude pur.

Das zeigte auch unser alljährliches Sommerfest 2022 mit zahlreichen Gästen und
Freunden. Da lachte die Sonne, hielt uns Live Musik in Stimmung, erfreute uns
der Tanz der Wale der Garde. Wer dachte da noch an Corona?

Da kam die Gardetour wie gerufen ins Dorf Münsterland, wo u.a. Michelle an zwei
erlebnisreichen Abenden verzauberte. Wer dabei war und hinterher nicht mehr
wusste, ob er dabei war, der war wirklich dabei. Da hat das Orga Team Walter
und Johnny ihr großes Organisationstalent erstrahlen lassen.

Der General- und Ordensappell fand wieder in der Hammer Mühle statt, wo wir
uns inzwischen sehr wohl fühlten, ein vorzügliches Ambiente. Vor zahlreichen
Senatoren als Gäste lief unser Kommandant Eric zur Hochform auf und ließ seine Truppe marschieren wie auf einem Truppenübungsplatz. Danach verbrachten wir noch viele fröhliche Stunden mit unseren Senatoren bei kräftigen Speisen und kühlem Bit.

Der 11.11. ist für uns Jecken der offizielle Startschuss in die närrische Session:
Ein Marsch durch die Stadt und eine kurzweilige Veranstaltung auf dem gut
gefüllten Remigiusplatz. Unser Prinzenpaar Prinz Lothar II. dem Prinzessin
Regina I. startete in seine zweite Session als ob es Corona nie gegeben hätte
unter dem Motto: Ohne Narren geht es nicht. Leider waren die Karnevalsvereine
gar nicht oder nur schwach vertreten. Wo waren die, die doch von sich behaupten, dass Karneval für sie eine Herzensangelegenheit ist? Sie erwarten, dass man ihre Sitzungen besucht. Wo bleibt da die Solidarität?

Die Proklamation war schwach besucht, obwohl ein ausgezeichnetes Programm geboten wurde. Man kann nicht alles auf Corona und die Bierpreise schieben.

Im November ging es recht ruhig zu, denn es gab keine Proklamationen in Dülken
und Süchteln. Unsere Weihnachtsfeier oder Nussknackerfest mit dem “großen” Weihnachtsmann Dirk und seinem jungen heißen Flittchen-Engel Timm war einfach sensationell gelungen. Eine Pointe jagte die andere und wir kamen nicht mehr aus dem Lachen heraus.

Die Blau-Wette und die Roahser Jonges starteten ihren Saalkarneval in einem Festzelt im Rahser, eine Premiere, die gelang, das Zelt war hervorragend geschmückt, beide Abende ausverkauft.

Das evangelische Gemeindehaus sollte in Zukunft nicht mehr für Sitzungen
genutzt werden können. Die Veranstaltungen waren schwach besucht bis auf die
Damensitzung. Wo blieb da die schon einmal angesprochene Solidarität?

Da fühlten wir uns gefordert, da es um die Pflege des Brauchtums ging, um seine
Rettung zum Wohle des Karnevals. Unser Vorstand beschloss, zur Unterstützung der Vereine bei jeder Sitzung im Viersener Karneval mindestens 20 Karten zu kaufen, so dass wir mit dem Prinzenpaar und Begleitung sowie dem Festausschuß mindestens 50 Plätze im Saal belegen konnten. Das hat uns zwar 3000 € gekostet, entspricht aber voll unserer Auffassung von Brauchtumspflege. Zusammen mit unseren Senatoren unterstützen wir den Viersener Karneval in guten wie in schlechten Zeiten.

Wenn es auf die tollen Tage zugeht, läuft unser Programm automatisch ab: Der
Schweizer Abend nach dem Motto: Man kannet och överdrieve! Altweiber mit
dem gewohnten Besuchsprogramm, Zug durch die Stadt mit dem Sturm aufs
Stadthaus, leider ohne Kapelle, mit einem erfrischend kurzen Programm und
starkem Besuch der Viersener Bürger was auch dem sonnigen Wetter zu
verdanken war. Die Abschlussparty im Pancho endete früher als sonst, wir waren
halt aufgrund des lückenlosen Programms an diesen Tagen einfach kaputt.

Der Gardefreitag war wieder einmal das Highlight. Immer wenn man denkt, ein
solcher Abend ist nicht zu toppen, wird man in der Eisernen Hand eines Besseren
belehrt. Unter dem Motto: Ohne Knarren geht es nicht, hielt der Wilde Westen
seinen Einzug in den phantastisch geschmückten Saal, wo eine Darbietung die
andere zu übertrumpfen gelang. Da lagen wir uns mit unseren Gästen
freudestrahlend in den Armen und nie war ein Bit so lecker wie an diesem
Abend oder sollte ich nicht besser sagen wie in dieser Nacht.

Am folgenden Tag ging es zur Sitzung der Stromlosen Ader nach Köln in den Kristallsaal mit 45 Mann, eine genussreiche Abwechslung auf hohem karnevalistischen Niveau und ein großer Dank geht an unseren Marius.

So jagte ein Highlight das andere. Der Tulpensonntag mit dem Veedelszoch im Rintgen hatte leider nur die Zugleitung und uns Gardisten als Zuschauer.

Der Tulpensonntagszug präsentierte sich in alter Stärke vor vielen tausend
Besuchern. Man freute sich, endlich wieder ziehen zu können mit fast 100 Gruppen, phantasievollen Kostümen und ausgelassener Stimmung, und das
obwohl der Sturm den Zug von Rudi und Fabienne verhindert hatte und Corona
zwei Jahre lang keinen Zug zuließ. In der restlos ausverkauften Festhalle setzte die After Zug Party den Schlusspunkt unter den offiziellen Teil der Karnevalssession.

In unserem Prinzengardequartier feierten wir mit dem Prinzenpaar und
Freunden bis in die Nacht hinein, denn erst am Aschermittwoch war alles vorbei,
der Prinz wurde “entkleidet” und der Hoppeditz durch unseren 1. Vorsitzenden
Christoph Grundmann beerdigt.

Nach dieser Session schauen wir wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Es lebe
unser Brauchtum Karneval.

Dreemol Viersche Helau!
Dr. Günter Weinforth
Ehrenvorsitzender

Chronik der Session 2021/2022

Et kann komme wat will – Viersche bliv jeck

Nach einem Jahr der Nullrunde ohne Saalveranstaltungen und Umzüge basierte unsere Hoffnung auf der alten Volksweisheit: Schlimmer geht’s nimmer.

lm Sommer 2021 nach unserer Jahreshauptversammlung im Kartoffelhaus konnten wir ein phantastisches Sommerfest in der Hammer Mühle feiern. Die renovierte alte Mühle ließ uns unsere alte Kaisermühle bald vergessen, war sie doch unter Erhalt der alten Bausubstanz einfallsreich renoviert worden.

Und da freuten sich Cowboys, lndianer und Cheriffs endlich wieder ein Fest feiern zu können. Vom Eingangsbereich bis zur Schlusspolonaise sorgten die kleinwüchsigen großen Schauspieler mit lustigen Einlagen für die richtige Stimmung und nach langer Zeit wieder einmal Freunde treffen, zwanglose Gespräche führen bei kühlem Bitburger, danach hatten wir uns alle gesehnt. Für das leibliche Wohl sorgte natürlich das Team Pauen im “wild west style” und Senator Philipp Pütter mit seinem Crepes Stand.

Der Gardeappell fand dann auch in der Hammer Mühle statt und unser Regimentsmusikzug führte die Garde zum Appell herein. Da hakte es an mancher Stelle, was der Kommandant sofort bemerkte. Unsere Jäger handhabten die Kanone problemlos. Der neue Feldpastor Roland Klugmann begleitete die zur Aufnahme angetretenen Senatoren. Das alles klappt wie gehabt und ging zwanglos in ein tolles Fest über, ein nicht zu überbietender Nachmittag, der sich bis in die späten Abendstunden hinzog. Doch Corona drohte ein weiteres Mal, alle Hoffnung zu zerstören: Alles absagen lautete die Parole.

Doch ein Funken Hoffnung blieb uns noch, als der Karnevalsauftakt im Winterdorf am 11.11. in hergebrachter Art und Weise gefeiert werden konnte. Doch dem starken Auftakt folgte ein böses Erwachen. Die Proklamation des neuen Prinzenpaares Lothar II. und Regina I. fand nur als online Version statt. Bei weitem kein Ersatz für eine live Proklamation.

Sollte es das für die ganze Session gewesen sein? Unser Vorstand wusste einen Ausweg unter den Auflagen, die der Gesetzgeber geschaffen hatte, der kleine Veranstaltungen zuließ, dann frisch getestet, mindestens 2G und die Lokalität ganz für uns. So lud der Vorstand zur ersten Küchenschlacht in unser Gardequartier. 5 zukünftige Hauben-Köche werden im Wettkampf ein 5 Gang Menü auf Sterneniveau zubereiten und sich dann einer fachkundigen Jury aus dem Gourmetzirkel Viersen stellen. Die Weinverkostung besorgten zwei Sommeliers, ein Barmixer und ein Spezialist am Schnapsstand sind die Garanten dafür, dass keiner verdurstet. Die Kleiderordnung sieht vor: Jeans, weißes Hemd, Hosenträger, Fliege und Gut. Eine originelle Idee mit Spaß ohne Ende für alle Beteiligten.

Den traditionellen Offiziersabend am Freitag vor dem Tulpensonntag ließen wir uns nicht nehmen. Thema war die Schlagerparty 2022 mit den Moderatoren Chris Marshall und Marius Silbereisen. Outfit für den Schlagerabend war ein Hawaii Hemd, so bunt wie möglich. Die Karaokebar und das Hawaii Motto bestimmten die Richtung und der folgte man bis in die Puppen. Schon am nächsten Tag wurde zur ersten Fuchsjagd durch den Hohen Busch mit Frauen, Kindern und Hunden gerufen. Bei Top Wetter und ausgesuchten Anlaufstationen landete man schließlich zum Abendessen in der Talschänke.

Wie in den beiden vorangegangenen Jahren gab es wieder keinen Tulpensonntagszug, aber einen fulminanten Frühschoppen in der Eisernen Hand, der standesgemäß bis in die späten Abendstunden bei schmissiger Karnevalsmusik aus der Konserve andauerte.

Es gab auch keinen Aschermittwoch und keine Hoppeditzbeerdigung. Doch wir alle hoffen, dass Corona und der verbrecherische Putin Krieg bald ein Ende nehmen und wir wieder in Frireden mit Freunden unseren geliebten Karneval feiern dürfen.

Dreemoal Viersche Helau
Dr. Günter Weinforth
Ehrenvorsitzender

Chronik der Session 2020/21

Kann man überhaupt eine Chronik über eine Session verfassen, die nicht stattgefunden hat? Ja, aber nur mit der Prinzengarde.

Am Aschermittwoch 2020 ist alles vorbei, bevor es begonnen hat: Der Tulpensonntagszug fand wegen des Unwetters nicht statt, das Prinzenpaar wurde nicht verabschiedet, aber den Hoppeditz hat die Prinzengarde doch beerdigt, obwohl er vom FA nicht geplant war.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft: Kein 11.11., keine Proklamation, kein Saalkarneval, kein Tulpensonntagszug und das alles wegen Corona. Dabei war Corona den meisten, wenn überhaupt, nur in angenehmer Erinnerung: ein Zigarrenformat, ein mexikanisches Bier, in 180 Länder exportiert, eine feucht, fröhliche Männergesellschaft junger Leute und nun ein Virus, das alles lahm legen sollte. Der so wichtige soziale Kontakt unter uns Karnevalisten schien für lange Zeit unterbrochen zu sein. Dann auch noch schlechte Nachrichten aus der Schweiz: Unser Prinzenpaar war an Corona erkrankt, zum Glück inzwischen genesen.

Doch unser Vorstand wusste zu reagieren. Die Prinzengarde lebt, auch in schwierigen Zeiten. So feierten wir unter strengen Auflagen unser Sommerfest und die Taufe der neuen Mitglieder Markus Orta und Mike Rütten in unserem Gardequartier “Zur eisernen Hand” mit eingeschränkter Personenzahl ohne Senatoren. Wir vermissten zunächst den Kaisermühlenteich, aber das Organisationsteam um Marius und Timm hatten original Teichwasser besorgt, um mit den Täuflingen die gewohnt “säuische” Zeremonie durchzuführen.

Wir freuen uns, immer wieder junge Leute für unsere Garde begeistern zu können und setzen berechtigterweise große Hoffnungen auf sie.

Es gab keinen 11.11. Treffen mit mehr als einer Person waren schwierig. Der Vorstand kam auf eine Lösung: Adventskalender, auf dem sich die Gardisten nach Öffnen der einzelnen Türchen wiedersehen konnten. Es gab ein Überraschungspaket für die Senatoren und Gardisten, sogar einen Sessionsorden und Pesch Brötchen lagen auch einmal vor der Tür. Die Nikolausfeier mutierte zum Drive-In. An den Fenstern der Firma unseres Kommandanten hatte sich der Vorstand postiert. Die Gardisten rückten nach Dienstgrad getrennt an, um größere Ansammlungen zu vermeiden und ließen sich, getrennt nach Hygienevorschriften, beschenken. Kein Saalkarneval, aber auch da fand der Vorstand einen Ausweg: Online Sitzungen. Da wir uns nicht treffen konnten, freuten wir uns zu sehen, dass alle noch munter und gesund beisammen waren.

Aber wir sollten noch einen schweren Verlust hinnehmen müssen. Unser General Hans Quacken verstarb nach langer schwerer Krankheit am 2. Weihnachtstag. Wir verloren mit ihm einen treuen Gardisten und feinen Menschen.

Da wir uns nun wieder regelmäßig treffen können, hoffen wir alle auf eine bessere Zukunft in Sinne der Tradition und Pflege unseres Brauchtums.

Dreemol Viersche Helau!
Dr. Günter Weinforth
Ehrenvorsitzender

Chronik der Session 2019/2020

Nachdem wir den traditionellen Gardeabend 2019 wegen des großen Platzangebotes im Unfassbar feiern konnten, alle viel Spaß an der gelungenen Veranstaltung hatten, war der Vorschlag, die nächste Gardetour zum ersten Mal mit unseren Senatoren zu machen, die logische Konsequenz. Planung und Durchführung lag in den Händen der Senatoren. Es ging ins Emsland nach Meppen auf eine Bosseltour. Eine kaum befahrene Straße von ca. 4 km Länge war die Kegelbahn. Die Truppe wurde in zwei Mannschaften eingeteilt, die abwechselnd die Kugel in Richtung Ziel schleuderten. Gewonnen hatte die Mannschaft, die als erste die Kugel über den Zielstrich werfen konnte. Ein fröhlicher Nachmittag mit z.T. lustigen akrobatischen Einlagen, begleitet von einer Marketenderin, die für das leibliche Wohl, vor allen Dingen in flüssiger Form, sorgte, wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Im Frühjahr 2019 hatten sich Rudi und Fabienne Pesch als neues Prinzenpaar beworben, wobei unser Prinzgardist Rudi Pesch der dritte Prinz aus der Prinzendynastie derer von Pesch werden sollte, ein Vollblutkarnevalist, der zu fast jedem offiziellen Termin aus der Schweiz anreiste.

So stand dann unser Sommerfest ganz im Zeichen der Schweizer Berge, des Schweizer Essens und der Schweizer Musik (Alpenhorn). Dieser Sonntagsbrunch traf auf große Resonanz, allerseits war man des Lobes voll. Allerdings konnte das neue junge Pächterpaar leider nicht unsere Erwartungen erfüllen. und das in vielen Bereichen.

Der Gardeappell fand in gewohnter Schneidigkeit und humorvoller Attitude statt. Dazu kamen die Aufnahme neuer Senatoren, die Ordensverleihung und Beförderungen.

Zur Sessionseröffnung am 11.11. trafen wir uns wieder auf dem Sparkassenvorplatz, der Besuch war gut, die Veranstaltung zu lang, vor allen Dingen wegen des kalten Novemberwetters.

Die Proklamation war nicht nur ein Highlight in der Session, sondern auch ein der besten in den letzten Jahren. Das Publikum feierte das neue Prinzenpaar Prinz Rudi I. und Prinzessin Fabienne I. und sich selber vom Beginn bis zum Ende der Veranstaltung und zum Finale spielte “Kasalla” die Narrenschar in Trance.
Das Nussknackerfest bildete den Abschluss des Jahres und im neuen Jahr stand der Besuch der einzelnen Gesellschaften auf dem Programm. Unser Prinzenpaar wusste sich auf jeder Sitzung in die Herzen der Jecken zu spielen und jeder im Saal spürte, wieviel Spaß sie an ihrem Prinzenspiel hatten. Unterstützt wurden sie von der Prinzengarde, die bei jeder Veranstaltung hervorragend vertreten war und auch unsere Tänzer glänzten wieder mit ihren neuen Darbietungen. Sie sind in der Tat die Visitenkarte der Garde.

So ging es rasant in der kurzen Session auf die drei tollen Tage zu. In der Kaisermühle stellte der Pächter das Hausrecht über die Wünsche des Gastes, das Angebot war preislich inakzeptabel, der gewohnte besondere Service wurde gestrichen, so dass der Vorstand sich gezwungen sah, bei der Familie Pauen vorzufühlen, ob diese einspringen könnte. In vielen Bereichen kam sie uns entgegen, hier fühlten wir uns wieder als Gast und schweren Herzens beschloss der Vorstand, das langjährige und liebgewonnene Gardequartier Kaisermühle aufzugeben und in die Eiserne Hand zu ziehen.

Der Vorstand ging neue Wege mit der Altweiber Party im Pancho Villa, nur für die Garde, die Familien, dem Prinzenpaar und Gefolge. Ein toller Abend, hervorragende Burger und leckeres Bier. Herz, was willst du noch mehr?
Der Gardefreitag fand in den neuen Räumen statt und diesmal waren alle brav, leider, das muss sich ändern.

Unsere Tollitäten und wir Gardisten fieberten dem Tulpensonntagszug aufgrund der Wettervorhersage mit gemischten Gefühlen entgegen. Wir starteten mit der Messe der Freude in der Notburgakirche und mittendrin die niederschmetternde Mitteilung: Der Tulpensonntagszug fällt aus wegen der Sturmwarnung mit starken Niederschlägen.

Das gemeinsame Frühstück mit unseren Senatoren in der Eisernen Hand wurde zum Frühschoppen und einem langen Brunch ausgedehnt. In der Not muss man erfinderisch sein. Das bestellte Essen aus der Kaisermühle wurde in die Eiserne Hand verfrachtet mit Erlaubnis der Familie Pauen. Ab sofort wurde improvisiert und jeder konnte nur staunen, wozu die Garde in der Lage ist. Eine Modenschau, und dann um 14.11 Uhr Startschuss für den Tulpensonntagszug durch Walter Schmitz für den FAVK. Radio Prinzengarde übertrug den Zug live mit dem passenden Kommentar und man konnte wirklich meinen, der Zug wäre durch unsere Straßen gezogen.

Am Nachmittag während einer Regenpause wurde das Prinzenpaar in einem Schweizer Sessellift, begleitet vom Gefolge mit Musik und Gesang an der Eisernen Hand vorbeigezogen. Ein kleiner, aber herzlicher Gag für den ausgefallenen Zug. Dann ging es zur After Zug Party in der Festhalle. Der Abend klang aus bei Party und Gesang in der Eisernen Hand, wo wir auch Gelegenheit hatten, die netten Schweizer Freunde unseres Prinzenpaares näher kennen zulernen. Am Rosenmontag standen noch Besuche in Süchteln und Dülken auf der Tagesordnung, die zum Glück besseres Wetter hatten.

Der Aschermittwoch im Unfassbar war alles andere als normal, denn die Verabschiedung des Prinzenpaares fand nicht statt, da der FAVK eine zeitnahe Durchführung des Zuges vorgesehen hatte. Doch wie wir wissen, sollte die Corona-Krise alles verändern. Rudi und Fabienne sollen Prinzenpaar für die Session 2020/21 bleiben. Doch momentan sind die Aussichten schlecht. Wir können nicht in die Zukunft schauen und nur auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie hoffen.

Dreemol Viersche Helau!
Dr. Günter Weinforth
Ehrenvorsitzender

Chronik der Session 2018/19

Was muss ein Gardist im Dienst trinken, wenn er 0,5 Promille erreichen will?
Spalter behaupten: Drei Tage lang gar nichts.

Man wartete eigentlich auf die traditionelle Gardetour, als zum Sommerfest in Form eines grossen Hafenfestes in unserem Gardequartier Kaisermühle geladen wurde.
Ein mächtiger Leuchtturm lockte Gardisten und Gäste an einem Sonntagmorgen bei prächtigem Wetter an. Hein Polier und Captain Rudi steuerten zum grossen Erfolg bei. Eine Hafenrundfahrt, ein Shanti Chor und bestes typisches Seemansessen ließen unsere Herzen höher schlagen.
Unsere Sessionseröffnung ist immer der Ordens-und Gardeappell vor und in der Kaisermühle, durch den unser Kommandant Eric in gewohnt gekonnter Weise führte bei schönstem Wetter. Natürlich gab es auch wieder Beförderungen und neue Senatoren wurden auch aufgenommen.
Die offizielle Sessionseröffnung fand am 11.11. einem Sonntagmorgen bei Kaiserwetter auf dem Sparkassenvorplatz unter starker Beteiligung statt und wurde von allen als ein grosser Erfolg gefeiert. Den Absacker nahmen wir wieder im Gambrinus ein.

Die Proklamation unseres Prinzenpaares litt leider unter dem fast 45 Minuten langen Einmarsch. Zum Glück lieferte unsere Prinzengarde mit ihren Tänzen ein Feuerwerk ab.
Der FA präsentierte einen neuen Marsch, der später in unseren Gardemarsch hineingeschnitten wurde. Warum und zu welchem Zweck wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Das Nussknackerfest wies eine Überraschung auf, als unsere Wirtin uns mitteilte, dass sie schon übermorgen schliessen würde. Der Vorstand stellte einen Notplan auf und fand mit dem Unfassbar ein gutes Ausweichquartier, auch dank Costa.
Das Prinzenpaar wollte nicht mit langen Reden das Publikum nerven und legte dafür einen grandiosen Tanz auf die Bühne.
Natürlich besuchten wir auch wieder die Gesellschaften und konnten uns an guten Sitzungen erfreuen.

Dennoch war für uns, was die Sitzungen anbetrifft, das Highlight die Sitzung der Stromlosen Ader Im Kristallsaal zu Köln mit unseren Frauen. Markus Kober hatte alles glänzend organisiert, typisch Kölnisches Essen gab es und ein Programm, in dem auch nicht ein einziger Kölner Star fehlte.
Die gute Nachricht für uns war, dass man mit Richard und Lisa neue Pächter für die Kaisermühle gefunden hatte, die uns super freundlich entgegentraten und versprachen, uns jeden Wunsch zu erfüllen.

Das Beste an Altweiber war noch das Wetter, ansonsten nahm alles seinen gewohnten Verlauf. Und danach: Das Gambrinus überfüllt, im Rahser viel Lärm um nichts, dann auch noch zur Tanzschule Behneke, ein Abschluss der zum misslungenem Ausklang des Tages passte.

Der Gardefreitag vor den drei tollen Tagen, ein Höhepunkt im Leben der Garde, fand diesmal unter dem Motto “Holländer im Unfassbar” statt.

Wir konnten uns bei unseren Senatoren bedanken, indem wir den Senatorenclub einluden, der grössere Saal machte es möglich. Leider konnten wir unseren Senator Horst Reinhard, der als Archivar Unglaubliches geleistet und dem Archiv ein völlig neues Gesicht gegeben hat, nicht begrüssen. Er war nach langer Krankheit verstorben, wir dachten alle an ihn und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Es wurde wie seit fast zwanzig Jahren zu Beginn des Satireabends deutlich gemacht, dass es hoch hergehen würde, deshalb keine Aufnahmen, Texte verschreddern und am Ende des Abends wie immer alles vergessen.
Es gibt aber immer jemand, der glaubt, klüger zu sein als die anderen und dennoch nichts versteht. Das mussten wir leider einsehen und der Vorstand beschloss, einen Gardefreitag in dieser Form nicht mehr zu veranstalten.

Der Tulpensonntag war typisch für die letzten Tage, er begann mit stürmischen Wetter und setzte sich am Nachmittag mit strahlender Sonne fort, die über einen grandiosen Zug, phantastische Gruppen, tolle Kostüme und vielen begeisterten Zuschauern strahlte.

Unser Vorsitzende wies uns zu Recht noch einmal auf unser Verhalten während der Sitzungen hin. Neben dem Prinzenpaar sind wir nun einmal das Aushängeschild im Viersener Karneval und stehen unter besonderer Beobachtung. Berechtigte Kritik kann uns nur stärken und das werden wir in der kommenden Session unter Beweis stellen.

Dreemol Viersche Helau!
Dr. Günter Weinforth
(Ehrenvorsitzende)

Keiner springt zweimal in denselben Fluss – Chronik der Session 2017/18

Da fuhren wir auf unserer Gardetour nach Kleve und von dort mit der Draisine oder Fahrrad durch das linksrheinische Grenzgebiet an die holländische Grenze nach Kranenburg, wo wir uns stärkten, bevor wir die Rückfahrt antraten, um noch rechtzeitig zu einem zünftigen Dämmerschoppen auf der Hotelterrasse einzutreffen. Wegen der großen Hitze durften wir das Abendessen draußen einnehmen bei völliger Dunkelheit. Wer konnte schon erkennen, was er aß, aber gut war es. Am anderen Tag stand Xanten, castra vetera, die alte Römersiedlung auf dem Programm und wir bekamen einen Eindruck, auf welch hohem Niveau die Römer lebten, wobei sie die Grenzsicherung am Rhein den Kelten überließen und den Menschen vierhundert Jahre Frieden bescherten. Wer wollte, konnte auch noch Xanten besichtigen.

Das traditionelle Sommerfest wurde zu einem Sommerbrunch umfunktioniert als eine Art Oktoberfest/Frühschoppen mit bayrischer Brotzeit und Blasmusik. Mit dem Ordensappell begann die eigentliche Session unter dem Motto: “Mit Föhnfrisur & Dauerwelle Vierscher Narren sind zur Stelle”.

Eric und sein neuer Azubi Gero gestalten den Ordensappell eindrucksvoll.
Diesmal wurden die neuen Senatoren direkt unter unerer Flagge draußen aufgenommen, denn ihre hohe Anzahl konnte die Kaisermühle nicht mehr fassen.

Am 11.11. wurde dann unser neues Prinzenpaar vorgestellt: Dirk II. und Betina I.
Im Gambrinus lernte man sich bei einem Bierchen noch näher kennen. Der Kanzler Prinz! Was sollte da noch schief laufen? Und so war es auch.
Fast. Der Einmarsch schien kein Ende zu nehmen. Da will ein Prinzenpaar das andere übertreffen, leider auf Kosten der Zuschauer.

Das Prinzenpaar präsentierte einen neuen frischen Song, der bald zum Ohrwurm avancieren sollte.
Und dann lief alles wie am Schnürchen ab. Kein Wunder bei einem einge- fahrenem Team.

Erwähnen sollte man unbedingt den Abend im Unfassbar unter dem Motto: “Früher war alles besser” mit Food Rave und Bildern von früher. Ein toller Abend mit vielen guten Gesprächen. So bleibt die Garde lebendig.

Schließlich die tollen Tage: Schweizer Abend mit dem Rodelteam aus der Schweiz, der Gardefreitag (Schwein gehabt), die große Party in der Windmühle, der Tulpensonntagszug bei Top Wetter, die Kinderfete etc. etc.

Ein großer Dank gilt unseren Sponsoren, ohne die vieles nicht möglich wäre,
Michael Metz, der unseren Wagen in bestem Zustand erhält,
den Tänzern, die sich von Jahr zu Jahr steigern und das Aushängeschild der Garde sind,
die Fahnenträger und Kanoniere, die immer zur Stelle sind,
die Generäle, die weiterhin Einsatz zeigen,
unsere zwei neuen Anwärter, immer dabei waren mit viel Enthusiasmus,
der gesamte Vorstand mit Christoph (Grundmann), Andreas, Eric, Gero und Pöffi, allen unseren herzlichen Dank!

Willst Du glücklich sein im Leben,
trage bei zu anderer Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigene Herz zurück.

Dreemol Viersche Helau!
Dr.G.Weinforth
(Ehrenvorsitzende)

Chronik der Session 2016/17

Wer einen Tag lang glücklich sein will,

der betrinke sich.

Wer einen Monat lang glücklich sein will,

der schlachte ein Schwein

und esse es auf.

Wer ein Jahr lang glücklich sein will,

der heirate.

Wer ein Leben lang glücklich sein will,

der werde Prinzgardist.

Weisheit aus China

So freuten wir uns auf die Gardetour, die letzte hatte ein Problem mit dem Schiff. Und in Traben-Trarbach warteten wir schon wieder auf ein Schiff, es kam pünktlich, wir fuhren die schöne Mosel entlang, vorbei an den Weinbergen und wurden von einer echten reizenden schwarzen Zeller Katz bestens bedient. Und in Zell standen schon die Wagen mit den Traktoren bereit, die uns zu einem Imbiss in die Weinberge fuhren. Der Besuch einer Weinkellerei schloss sich an, bevor wir in Koblenz in einem komfortablen Hotel mit Biergarten landeten. Am nächsten Morgen ein zünftiger Marsch zum geschichtsträchtigen Deutschen Eck und mit der Seilbahn bei faszinierendem Ausblick auf die Festung Ehrenbreitstein, wo ein Historiker Sinn und Zweck der Feste bis in letzte Detail erläuterte. Danach waren wir geschafft. Großartig organisiert, Gero!

Am 21.10.2016 der absolute Höhepunkt: 8×11 Jahre Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen, gefeiert in der Festhalle, wo alles begann. Der Saal und die Tische in unseren Vereinsfarben blau und rot geschmückt, ein eindrucksvolles Bild bei ausverkauftem Haus. Nicht zu vergessen die großen Portraits aller aktiven Gardisten an den Wänden der Wandelhallen.

Unterstützt von moderner Technik in Bild und Ton lief ein sehenswertes Galaprogramm auf der Bühne ab, das bewusst auf karnevalistische Töne verzichtete. Erwähnen wir noch das Tanzpaar von vor 26 Jahren, Susanne Reiners und Andreas Pesch, noch einmal im Rampenlicht, eingebettet in einen historischen Rückblick auf die Garde, dokumentiert in Bildern von unserem Ehrenvorsitzenden.
Alle waren begeistert und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Ein großer Dank geht an Eric, Pöffi und Andreas: Sehr starke Vorstellung.

Bald stand auch schon der General- und Ordensappell auf dem Programm mit vielen Senatoren, gemeistert von unserem Kommandanten Eric Tillmanns in bekannt glänzender Manier.

Kurz darauf die Prinzenproklamation mit dem jungen Prinzenpaar und Gefolge, die Überraschung. Ein wortgewandter, witziger, humorvoller Prinz, ein voller Erfolg trotz oder sogar wegen seines Alters, unverbraucht, frei von der Leber agierend, eine charmante Prinzessin, seine Zwillingsschwester, die wie er die Herzen der Jecken im Sturm eroberte. Mit ihnen durch die Säle zu ziehen, war ein Riesenspaß. Da lief nichts schablonenartig ab, immer wieder ein unerwarteter Einfall. Das Nussknackerfest spielte sich wieder einmal in gewohnter lockerer Atmosphäre ab.

Wir starteten traditionsgemäß die Saalsession bei den Jrön-Wette Jonges, ließen keine Gesellschaft aus, waren in Brempt und Bracht und anders- wo, stürmten das Haus unseres Ehrenvorsitzenden zum 2. Mal, da waren wir ganz unter uns, im Gegensatz zum Sturm aufs Stadthaus. Der Tulpensonntagszug erreichte nicht nur bei den Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein einen Teilnehmerrekord, die After-Zug-Party in der Festhalle und das Gardefamilientreffen im Gardequartier bildeten wie in den letzten Jahren den krönenden Abschluss, obwohl wir uns noch mal zum Fischessen aufrafften.

Dennoch können wir das Fazit ziehen: Es war nicht immer so ereignisreich wie in der verflossenen Session.
Und nach der Session die Jahreshauptversammlung. Da kann man alles dem Protokoll entnehmen. Hier seien nur die Ergebnisse der Vorstandswahlen erwähnt:
Erster Vorsitzender: Christoph Grundmann
Stellvertretender 2. Vorsitzende: Dr. Andreas Pesch
Stellvertretender Kommandant: Gero Wolff von Weidenfeld
Christoph Hölters löst Dr. Stefan Berrisch als Schatzmeister ab.

Die Garde ist gut gerüstet und freut sich auf die nächste Session.

Vivat, crescat, floreat

Prinzengarde der Narrenherrlichkeit Viersen 1929 e.V.
mit 3x Viersche Helau!
Dr.G.Weinforth
(Ehrenvorsitzende)

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