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Chronik der Prinzengarde 2025/26

Wilhelm von Humboldt schrieb vor lange Zeit: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“.
Und manchmal bringen neue Verbindungen nicht nur neue Gesichter mit sich, sondern auch neue Ideen, frischen Wind und den Mut, Dinge einmal anders zu machen.

Im Sommer wagte der neue Vorstand etwas und verwandelte kurzerhand einen Stammtisch in einen Festivalbesuch. Wir blieben natürlich in Viersen und besuchten mit vielen Gardisten das Open Air am Hohen Busch. Ein Stammtisch mit Musik, vielen Bekannten und Festivalatmosphäre – auch das kann Prinzengarde.

Dann ging es weiter, wie könnte es anders sein, mit unserem Sommerfest. In der Gesellschaft Erholung ließ es sich bei bestem Wetter wieder hervorragend feiern. Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die Taufe unserer vier Täuflinge Florian, Sven, Henrik und Frederik. Damit diese auch wirklich wussten, worauf sie sich bei der Prinzengarde eingelassen hatten, wurde die Taufe in diesem Jahr zunächst im Kaisermühlenteich begonnen. Ob dieser Teil der Zeremonie bei den Täuflingen auf ungeteilte Begeisterung stieß, darf an dieser Stelle offenbleiben.

Dann stand auch schon unsere Gardetour nach Münster auf dem Programm. Dort wurden wir vom Prinzen von Münster, Sascha I., herzlich empfangen. Was als kultureller und freundschaftlicher Besuch begann, entwickelte sich erwartungsgemäß zu einem feucht-fröhlichen Abend.

Auch unsere Stammtische erfreuten sich wieder großer Beliebtheit und waren stets gut besucht. Das mag natürlich an den wechselnden Lokalitäten liegen, vielleicht symbolisiert es aber auch einfach nur den hervorragenden Corpsgeist. Aber liebe Gardisten: wenn das Prinzenpaar kommt, darf man auch gerne mal etwas länger bleiben.

Der Gardeappell stand in diesem Jahr unter einer besonderen Überschrift. Erstmals führte unser neuer Kommandant Marius durch den Tag. Dabei gelang es ihm offenbar recht schnell, die richtige Mischung aus Tradition, Kameradschaft und guter Laune zu finden. Besonders erfreulich war, dass wir auch in diesem Jahr wieder zahlreiche neue Senatoren für unseren Verein begeistern konnten. Die Garde wächst – und das nicht nur an Erfahrung (und Lebensjahren).

Dann war es endlich wieder soweit: Der 11.11. stand vor der Tür und mit ihm der offizielle Start in eine neue Session.

Mit Wolfgang und Estefania durften wir ein Prinzenpaar begrüßen, das uns mit viel Freude und Herz durch die Session begleitete. Natürlich nicht allein, sondern mit einer tollen und erfahrenen Begleitung.

Bei der Proklamation konnten unsere Tänzer wieder einmal zeigen, was in ihnen steckt. Mit Einsatz und Körperbeherrschung begeisterten sie die Narrenschar und sorgten dafür, dass die Prinzengarde auch in dieser Session ihrem Ruf gerecht wurde. Auf unsere Regimentstochter Anna-Lena war dabei wie immer Verlass. Top vorbereitet, bestens aufgelegt und – wie man heute sagt – on-point.

Im Januar begann der Saalkarneval. Unser Prinzenpaar wusste sich auf jeder Sitzung in die Herzen der Jecken zu spielen und jeder im Saal spürte, wieviel Spaß sie an ihrem Prinzenspiel hatten.

Eine besonders schöne Auswärtsfahrt führte uns gemeinsam mit unserem Tambourcorps nach Bracht. Bei guter Stimmung und dem ein oder anderen Getränk zeigte sich dabei, dass in unseren Reihen offenbar noch das eine oder andere bisher unentdeckte Musiktalent schlummert. Der Auftritt selbst war gelungen, aber auch das gemeinsame Drumherum machte diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.

Ein weiterer Höhepunkt war unser erster Auftritt in Düsseldorf. Beim Biwak der Prinzengarde Düsseldorf wurden wir herzlich aufgenommen und kamen dort ausgesprochen gut an. Es ist immer schön zu erleben, dass die Freude und die Begeisterung, die wir selbst am Karneval haben, auch außerhalb von Viersen auf fruchtbaren Boden fallen.

Ganz nach alter Gardetradition durfte natürlich auch der Gardefreitag nicht fehlen. Unter dem Motto „Schützenfest“ wurde ausgiebig gefeiert. Das durchweg positive Feedback zeigte uns, dass wir mit unserem Motto offenbar ins Schwarze getroffen hatten – was bei einem Schützenfest ja auch irgendwie dazugehört.

Dann kam der Tulpensonntag und damit der krönende Abschluss unserer Session. Nach einem tollen Fest der Freude unseres Oberkuraten Roland Klugmann in der Notburgakirche begleitete strahlender Sonnenschein unseren Zug durch Viersen. Die im Vorjahr eingerichtete Familienzone mit begrenzter Lautstärke wurde dabei durchaus unterschiedlich aufgenommen. Die einen begrüßten die etwas leiseren Töne, während andere offenbar der Meinung waren, dass Karneval und Ruhe grundsätzlich zwei Dinge sind, die nur schwer miteinander vereinbar sind.

So ging wieder eine ereignisreiche Session zu Ende. Viele schöne Stunden durften wir gemeinsam verbringen und dabei das ein oder andere Lächeln in das ein oder andere Gesicht zaubern.

Zum Abschluss möchte ich unseren Vorsitzenden Christoph Grundmann zitieren: “Wo ist der Karneval am schönsten? Im Verein!” und damit ist alles gesagt.

Bis dann mit Dreemol Viersche Helau!

Bericht zum Sommerfest der Garde 2026

Am vergangenen Sonntag feierte die Prinzengarde bei bestem Sommerwetter ihr traditionelles Sommerfest im Garten unseres Oberkuraten Roland Klugmann. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen war das Fest bestens besucht – zahlreiche Gäste, Senatoren, Gardisten und natürlich auch viele Kinder in bunten Trikots sorgten für eine tolle Atmosphäre.

Während sich die Kleinen auf der Hüpfburg austoben konnten, genossen die Großen das gemütliche Beisammensein im Kreise der Gardefamilie. Das Highlight des Sommerfestes war – wie in jedem Jahr – die traditionelle Taufe unserer Neugardisten.

Dieses Mal hatte die Taufe bereits im Vorfeld einen ersten Teil: Am Kaisermühlenteich wurden die Täuflinge Tobias Schmidt und Christoph Solbach schon einmal ordentlich nassgemacht. Die dabei entstandenen Bilder konnten die Gäste später auf einer übergroßen Leinwand bestaunen – sehr zur Freude aller Anwesenden.

Doch damit war es natürlich noch lange nicht getan. Der zweite Teil der Taufe folgte vor versammelter Mannschaft und unseren zahlreichen Gästen. Dabei wurde an keinerlei Sauereien gespart. Mit viel Kreativität und großem Einsatz wurde den Neugardisten von unseren Garde-Göttern endgültig klargemacht, dass eine Prinzengarde-Taufe kein Wellnessprogramm ist und man sich die Gunst der Götter nicht mit Biermarken erkaufen kann.

Für das leibliche Wohl sorgte einmal mehr das hervorragende Team um Anja und Stefan Pauen. Mit leckerem Grillgut, kalten Getränken und jeder Menge guter Laune war bestens für die hungrige und durstige Meute gesorgt. Und weil man bei diesem Wetter bekanntlich nie genug Abkühlung bekommen kann, gab es zusätzlich noch leckeres Eis von der Kalten Freude aus dem Bockert.

So bleibt am Ende festzuhalten: Es war ein rundum gelungener Tag! Viel Sonne, gutes Essen, kalte Getränke, jede Menge Spaß und natürlich eine Taufe, die den Geruchssinn unserer Neugardisten vermutlich noch eine Weile prägen wird.

Der Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Gästen, Senatoren und Gardisten für das zahlreiche Erscheinen, die tolle Stimmung und den rundum gelungenen Tag.

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