Autor: Jens Ackermann (Seite 2 von 11)

Chronik der Session 2020/21

Kann man überhaupt eine Chronik über eine Session verfassen, die nicht stattgefunden hat? Ja, aber nur mit der Prinzengarde.

Am Aschermittwoch 2020 ist alles vorbei, bevor es begonnen hat: Der Tulpensonntagszug fand wegen des Unwetters nicht statt, das Prinzenpaar wurde nicht verabschiedet, aber den Hoppeditz hat die Prinzengarde doch beerdigt, obwohl er vom FA nicht geplant war.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft: Kein 11.11., keine Proklamation, kein Saalkarneval, kein Tulpensonntagszug und das alles wegen Corona. Dabei war Corona den meisten, wenn überhaupt, nur in angenehmer Erinnerung: ein Zigarrenformat, ein mexikanisches Bier, in 180 Länder exportiert, eine feucht, fröhliche Männergesellschaft junger Leute und nun ein Virus, das alles lahm legen sollte. Der so wichtige soziale Kontakt unter uns Karnevalisten schien für lange Zeit unterbrochen zu sein. Dann auch noch schlechte Nachrichten aus der Schweiz: Unser Prinzenpaar war an Corona erkrankt, zum Glück inzwischen genesen.

Doch unser Vorstand wusste zu reagieren. Die Prinzengarde lebt, auch in schwierigen Zeiten. So feierten wir unter strengen Auflagen unser Sommerfest und die Taufe der neuen Mitglieder Markus Orta und Mike Rütten in unserem Gardequartier “Zur eisernen Hand” mit eingeschränkter Personenzahl ohne Senatoren. Wir vermissten zunächst den Kaisermühlenteich, aber das Organisationsteam um Marius und Timm hatten original Teichwasser besorgt, um mit den Täuflingen die gewohnt “säuische” Zeremonie durchzuführen.

Wir freuen uns, immer wieder junge Leute für unsere Garde begeistern zu können und setzen berechtigterweise große Hoffnungen auf sie.

Es gab keinen 11.11. Treffen mit mehr als einer Person waren schwierig. Der Vorstand kam auf eine Lösung: Adventskalender, auf dem sich die Gardisten nach Öffnen der einzelnen Türchen wiedersehen konnten. Es gab ein Überraschungspaket für die Senatoren und Gardisten, sogar einen Sessionsorden und Pesch Brötchen lagen auch einmal vor der Tür. Die Nikolausfeier mutierte zum Drive-In. An den Fenstern der Firma unseres Kommandanten hatte sich der Vorstand postiert. Die Gardisten rückten nach Dienstgrad getrennt an, um größere Ansammlungen zu vermeiden und ließen sich, getrennt nach Hygienevorschriften, beschenken. Kein Saalkarneval, aber auch da fand der Vorstand einen Ausweg: Online Sitzungen. Da wir uns nicht treffen konnten, freuten wir uns zu sehen, dass alle noch munter und gesund beisammen waren.

Aber wir sollten noch einen schweren Verlust hinnehmen müssen. Unser General Hans Quacken verstarb nach langer schwerer Krankheit am 2. Weihnachtstag. Wir verloren mit ihm einen treuen Gardisten und feinen Menschen.

Da wir uns nun wieder regelmäßig treffen können, hoffen wir alle auf eine bessere Zukunft in Sinne der Tradition und Pflege unseres Brauchtums.

Dreemol Viersche Helau!
Dr. Günter Weinforth
Ehrenvorsitzender

Sommerfest der Prinzengarde 2021

Bei strahlendem Sonnenschein und unter Einhaltung aller aktuell geltenden Infektionsschutzregeln haben wir uns am vergangenen Sonntag zum Sommerfest in der Hammer Mühle (ab jetzt: Garde-Ranch) getroffen.

Nach einer Stunde Schwerstarbeit in der Happy Hour wurden wir und unsere Gäste von unserem Gardequartier „Zur Eisernen Hand“ mit einem umfangreichen Barbecue-Buffer belohnt. Auch Senator Phillipp Pütter gab alles in seiner Crêpes-Schmiede „Hüftgold“ und zauberte Jung und Alt ein Lächeln ins Gesicht.

Aber auch abseits der Theken wurde einiges geboten. So durfte unser Vorsitzender Christoph Grundmann 12 neue Senatoren in unserer Mitte begrüßen.

  • Rene Engels
  • Holger Großkopf
  • Robin Himbiliadis
  • Roland Klugmann
  • Maximilian Koehl
  • Timm Küsters
  • Florian Müller
  • Philipp Paffrath
  • Stefan Pauen
  • Bernd Rütten
  • Florian Spielhofen
  • Lucas Wiedekind

Das anschließende Rodeo-Rennen durch die Viersener Prärie bildete den krönenden Abschluss unseres Nachmittags auf der Ranch.

Bedanken wir uns beim Vorstand für diese erste vorsichtige Annäherung an eine gewohnte und geliebte Normalität.

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